Dämmerhöhe - Lautlos von B.E. Hassel / M.H. Magnadóttir

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Genre: Jugendhorrorthriller

ISBN: 978-3-401-60144-1

Erscheinung: Januar 2016

Einband: Hardcover

Preis: 8,99 €

Verlag: Arena

Seitenzahl: 135

Bewertung: * * * *

Gruselschocker der Extra-Klasse

Klappentext: Niemand spricht über das, was in Dämmerhöhe geschieht ...

Es war ganz plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht - Das Mädchen. Und es hatte Anna ein verlockendes Angebot gemacht: Für ein bisschen mehr Freizeit und die Möglichkeit, noch öfter mit dem Snowboard unterwegs zu sein, muss Anna nur den Namen des Mädchens erraten. Doch als ihr kleiner Bruder schwer erkrankt und sie die Nachbarshündin Píla tot in ihrer Hütte findet, wird Anna klar: Das Mädchen ist nicht, was es vorgibt zu sein. Anna bleibt nur noch wenig Zeit, um das Rätsel zu lösen und das Schlimmste zu verhindern.

Meine Meinung:

Dämmerhöhe - Lautlos ist ein Buch, welches mich in vielerlei Hinsicht sprachlos zurückgelassen hat: Auch, wenn ich sagen muss und auch möchte, dass die Geschichte wirklich sehr sehr spannend ist und ich dieses Buch innerhalb von eineinhalb Stunden weggelesen hatte, ich mit einigen Dingen eindeutig nicht zufrieden bin. Dieses Buch ist laut Angaben des Verlages für Jugendliche ab elf Jahren gedacht, dafür aber wirklich äußerst brutal. Es fließt mehr als nur einmal ordentlich Blut und auch die Begegnungen mit dem "Mädchen" sind sehr gruselig beschrieben. Ich fände hier eine höhere Altersempfehlung angemessen. Allerdings kann ich sonst nur noch positives feststellen. Der Schreibstil ist der Altersgruppe angemessen und sehr bild- und lebhaft. Auch mir als Erwachsenem haben die Beschreibungen der verschiedenen Szenarien mehr als nur einmal einen Schauer über den Rücken gejagt. Gerade die Szenen, in denen das "Mädchen" in Erscheinung tritt, strahlten eine gruselige Authentizität auf, wie ich sie bei einem Jugendbuch noch nie wahrgenommen habe. Die Charaktere waren für die Kürze des Buches sehr gut ausgearbeitet, auch, wenn ich mir gewünscht hätte, dass gerade Annas Gefühlswelt noch ein wenig detaillierter abgehandelt worden wäre. Auch das Ende war mehr als nur gelungen und ließ den Leser mit einigen offenen Fragen zurück, die Spaß auf mehr machen und mich schon sehnlichst auf die Fortsetzung warten lassen, die bereits diesen Monat (März 2016) erscheinen wird.

Fazit:

Ein Gruselschocker für Teenager, den auch Erwachsene mit einer Gänsehaut lesen können.

Viel Spaß beim Lesen!

Bis bald! 

11.3.16 14:34, kommentieren

After Passion von Anna Todd

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Genre: Roman 

ISBN: 978-3-453-49116-8 

Erscheinung: Februar 2015

Einband: Klappbroschur

Preis: 12,99 €

Verlag: Heyne

Seitenzahl: 704

Bewertung: * * * *

Der Beginn einer Erfolgsstory, die die Welt eroberte

Klappentext:

Life will never be the same ...

Tessa Young ist attraktiv und klug. Und sie ist ein Good Girl. An ihrem ersten Tag an der Washington Central University trifft sie Hardin Scott. Er ist unverschämt und unberechenbar. Er ist ein Bad Guy. Er ist genau das Gegenteil von dem, was Tessa sich für ihr Leben wünscht. Und er ist sexy, gutaussehend und zieht Tessa magisch an. Sie kann nicht anders. Sie muss ihn einfach lieben. Und sie wird nie wieder die sein, die sie einmal war. 

Meine Meinung:

Ich muss gestehen, dass ich ohne große Erwartungen an dieses Buch herangetreten bin und positiv überrascht war, und auch immer noch bin, wie sehr ich in der Geschichte gefangen war. Eigentlich wollte ich lediglich "kurz mal schauen", was alle Welt eigentlich an diesem Buch zu finden scheint.

Doch leider sind mir bei Anna Todds Erstlingswerk auch einige Dinge negativ aufgefallen: Tessa und Hardin. Noch nie, wirklich niemals in meinem Leben habe ich ein Buch gelesen, bei dem ich so oft dachte: "Ach, komm. Nerv' nich'!". Sowohl Tessa als auch Hardin legen ein Verhalten an den Tag, dass ich, müsste ich diese Personen real erleben und dulden, schon mehrmals komplett aus der Haut gefahren wäre. Hardin ist launischer als ein paarungsbereites Lama, das mit Hormonen präpariert wurde und gleichzeitzig aber bestimmender in seiner Art als ein Präsident auf Adrenalin. Tessa kann sich nicht entscheiden, ob die bieder und konservativ oder doch liebe die versaute Studentin sein möchte. Immerhin betrügt sie ihren Festen Freund. Dieses hin und her passiert pro Kapitel mindestens 100 Mal! Auch, die Tatsache, dass die Charaktere leider recht selten so agieren, wie es in meinen Augen konsequent gewesen wäre. Besonders erwähnenswert finde ich hier aber, dass es für einen erotischen Roman sehr lange gedauert hatte, bis "es" passierte

Und dies meine ich eigentlich sogar positiv. Denn die Handlung als solche empfand ich als, ja doch: nett. Ich habe schon weitaus schlechtere Geschichten gesehen. Und auch, wenn der Sex in diesem Buch natürlich eine große Rolle spielt, drehte es sich hauptsächlich doch um die Beziehung zwischen Hardin und Tessa. Auch, wenn diese beiden mir zwischenzeitlich gehörig auf den Zeiger gingen, haben sie mich doch für sich eingenommen und dafür gesorgt, dass ich unbedingt wissen möchte, wie es mit meinem "Lieblings-Terrorpärchen" weitergeht. 

Wirklich gut, fand ich Anna Todds Art und Weise, wie sie diese Geschichte an den Mann gebracht hat: Ihr Schreibstil war zwar bestimmt nicht das, was man literarisch wertvoll bezeichnen würde aber ungeheuer flüssig und einfach leicht wegzulesen.

Fazit:

Auch, wenn ich es wirklich nicht gedacht hatte, ist das Projekt After Passion mehr als geglückt und hat mir Lust auf mehr gemacht.

Viel Spaß beim Lesen!

Bis bald!  

 

10.3.16 14:43, kommentieren

Über uns der Himmel, unter uns das Meer von Jojo Moyes

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Genre: Roman

ISBN: 978-3-499-26733-8

Erscheinung: März 2016

Einband: Klappbroschur

Preis: 14,99 €

Verlag: Rowohlt Polaris

Seitenzahl: 510

Bewertung: * * * *

Eine Reise über das Meer, hinein in eine ungewisse Zukunft

Klappentext:                                                                          

Über das Meer zu dir                                                              Australien 1946. Sechshundert Frauen machen sich auf eine Reise ins Ungewisse. Ein Flugzeugträger soll sie nach England bringen, dort erwartet die Frauen ihre Zukunft: ihre Verlobten, ihre Ehemänner - englische Soldaten, mit denen sie oft nur wenige Tage verbracht hatten, bevor der Krieg sie trennte. Unter den Frauen ist auch die Krankenschwester Frances. Während die anderen zu Schicksalsgenossinen werden, bleibt sie verschlossen. Nur in Marinesoldat Henry Nicol, der jede Nacht vor ihrer Kabine Wache steht, findet sie einen Vertrauten. Eines Tages jedoch holt Frances ausgerechnet der Teil ihrer Vergangenheit ein, vor dem sie ans andere Ende der Welt fliehen wollte...

Meine Meinung:                                                                        

Ich sollte wahrscheinlich hierzu erwähnen, dass es bei diesem Buch um den ersten Roman handelt, den ich von Jojo Moyes gelesen habe. Die Geschichte dreht sich, anders als im Klappentext angegeben, nicht nur um die ehemalige Krankenschwester Frances, die Geschichte begleitet auch die drei anderen Frauen, und späteren Kojenmitbewohner Frances', Avice, Jean und Margeret. Und jede dieser Frauen trägt ihren ganz individuellen Teil, dazu bei, dass diese Geschichte so wurde, wie sie wurde: Nämlich einfach herzergreifend! Diese vier Frauen verbindet Eines: Sie alle vier lassen ihre Heimat, Australien, hinter sich und begeben sich auf die abenteuerliche Überfahrt auf dem Flugzeugträger Victoria. Sie alle haben keine Ahnung, was sie in ihrer neuen Heimat England erwartet. Erschwerend hinzu kommt noch, dass es nicht gerade selten ist, dass Ehefrauen, sollten sie denn irgendwann mal in England ankommen, oft von ihren Männern nicht mehr erwünscht sind, und daher wieder zurückgeschickt werden. Einige Frauen erreicht diese Nachricht auch schon auf der Reise selbst, was auch bei unseren vier Hauptpersonen regelmäßig ungute Gefühle aufkommen lassen, sollten sie einen Brief von ihren Männern bekommen, der nicht erwartet wurde. Und genau hier, finde ich hat Moyes ein kleines Meisterwerk vollbracht. Die Geschichte und auch die Emotionen der vier Damen werden so authentisch beschrieben, dass ich nicht selten selbst das Gefühl hatte, eine Hiobsbotschaft zu erhalten. Das Damoklesschwert, dass ihre Zukunft nur in den Händen ihrer Männer liegt, die sie oftmals nur wenige Tage kannten, bevor sie sie ehelichten, lies mehr als einmal die Frauen an der großen Liebe zweifeln. Moyes bedient sich für dieses Buch einer wahren Begebenheit und setzt ihre Protagonistinnen hier ein. Das und die Tatsache, dass die Autorin den Leser mit ihrer bildhaften und mitreißenden Schreibart in die Geschichte entführt, sorgten bei mir für ein Gänsehaut Erlebnis der Extraklasse. Die Charaktere von Frances, Avice, Jean und Margaret könnten nicht unterschiedlicher sein und dennoch geht einem beim Lesen das Herz auf, wenn die vier beginnen ein Band der Freundschaft zu knüpfen. Frances' Geheimnis, welches sie (wie im Klappentext angekündigt) im Laufe der Überfahrt einholt, war leider für mich jetzt nicht wirklich überraschend und ein wenig vorhersehbar. Der Umgang der Mitreisenden aber mit dieser - für sie - unerwarteten Situation war aber ein weiterer Beweis für Moyes' ausgezeichnete Authenzität beim Schreiben. Kein Charakter wirkte überspitzt oder unrealistisch cool. Generell war die Charakterentwicklung ein Punkt, der mich von sich überzeugen konnte. Nicht viele Autoren bekommen es hin mehrere Protagonisten nebeinander auftreten zu lassen ohne, dass einer von ihnen zu kurz kommt, oder einfach nur unrealistisch wirkt. Die Charaktere in diesem Buch aber bleiben sich allesamt immer treu und reagieren so auf neue Situationen beziehungsweise Menschen, wie man es von ihnen erwartet hätte. Mit der Zeit sind mir einige der Charaktere so "ans Herz gewachsen", dass es mir schwer viel die letzten Seiten dieses Buches zu lesen, weil ich das Gefühl hatte mich auf ewig von ihnen verabschieden zu müssen. 

Fazit:                                                                                   

Grandios! Bildgewaltig, spanndend und hochemotional. Taschentücher bereithalten!

Viel Spaß beim Lesen!

Bis bald! 

 

 

28.2.05 17:13, kommentieren

Das Kind von Sebastian Fitzek

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Genre: Thriller

ISBN: 978-3-426-63793-7

Erscheinung: April 2009

Einband: Taschenbuch

Preis: 9,99 €

Verlag: Knaur

Seitenzahl: 394

Bewertung: * * *

Wiedergeburt, Mord und einige Geheimnisse mehr

Klappentext:
Simon Sachs, ein todkranker zehnjähriger Junge, ist fest davon überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Und er kann es beweisen, indem er seinen Anwalt zu Fundstellen von Leichen führt - Menschen, die grausam ermordet wurden, exakt wie das Kind es zuvor beschrieben hat. Doch die Morde geschahen lange vor seiner Geburt....

Meine Meinung:
Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich von diesem Fitzek ein wenig enttäuscht war. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich aufgrund der Tatsache, dass dieses Werk vor einiger Zeit verfilmt worden ist, extremst hohe Erwartungen an dieses Buch hatte.
Fitzek bedient sich auch in diesem Buch des klassischen Szenarios: mal wieder ist ein Kind involviert, mal wieder ist der Protagonist ein Vater (in diesem Fall eines toten Kindes), der von seiner Frau getrennt ist.
Ehrlich gesagt, fällt mir selbst jetzt erst auf, in wie vielen Fitzek Büchern dies der Fall ist.
Doch weiter: Die Idee hinter diesem Buch ist wahrlich packend. Ein kranker Junge, der fester Überzeugung ist in seinem früheren Leben ein brutaler gewesen zu sein. Ein Anwalt, der sich anfangs unfreiwillig um diesen "Fall" bemüht. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Und genau hier liegt für mich das Problem: Es überschlägt sich einfach zu viel. Beim Lesen hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, nicht mehr zu wissen, welchem Handlungsstrang ich gerade folge. Sei da auf der einen Seite die Hauptgeschichte um Simon und die Leichen, die seine Erinnerungen säumen, und der zweite Strang, der sich um Robert Sterns toten Sohn Felix dreht. Denn dieser soll laut einer Videoaufnahme, die der Anwalt zugespielt bekommt, noch leben. Der Absender dieser Botschaft, genannt "Die Stimme" mischt dann auch noch mit und verlangt von Stern zu hinter Simons Geheimnisse zu kommen etc. etc.
Die von Fitzek stets kurzen Kapitel sorgten zwar auch hier wieder für außerordentliche Spannung, doch leider, wie gesagt auch für viel Verwirrung.
Sprünge zwischen den Strängen und die Verwirrung ebenjener sorgen auch in diesem Buch für einen Showdown der Superlative!
Wie nicht anders von Fitzek gewöhnt, wird auch hier nach und nach jeder Faden in die Hand genommen und entwirrt.
Allerdings ist hier einer der verwirrensten Punkte der gesamten Geschichte zu finden.
Die Erklärungen, was es mit Simons früherem Leben zu tun hat und ob Felix noch lebt, waren für mich nicht zufrieden stellend.
Ein teilweise panisches "HÄÄÄH?", war da alles, was mein Kopf ausspucken konnte.
Die kurzen Kapitel sorgen auch beim "Kind" wieder dafür, dass mach bereit ist alle drei Minuten zu denken "Ach, ein Kapitel geht noch".


Fazit:
Fitzeks kurzweiliger und mitreißender Schreibstil hat hier weit mehr wett gemacht, als die eigentliche Handlung, beziehungsweise ihr Ende.

Viel Spaß beim Lesen!

Bis bald!Thalia.de

28.2.05 17:13, kommentieren

Der Medicus von Heidelberg von Wolf Serno

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Genre: Historischer Roman
 
ISBN: 978-3-426-65352-4
 
Erscheinung: März 2014
 
Verlag: Knaur
 
Einband: Hardcover
 
Preis: 22,99 €
 
Seitenzahl: 688
 
Bewertung: * * *
 
Von Einem der fortzog, das Heilen zu Erlernen
 
Klappentext:
Als der junge Lukas mit der Überlandkutsche nach Erfurt fährt,
um dort sein Medizinstudium aufzunehmen, ahnt er nicht, dass diese Reise sein ganzes Leben verändern wird. Denn nach einem blutigen Überfall sieht er sich unversehens in der Verantwortung für eine leibhaftige Prinzessin. Es ist Odilie, die schöne Tochter des Kurfürsten Philipp von der Pfalz. Um sie vor einem Schicksal als Geisel zu bewahren, soll er sie unerkannt nach Heidelberg ins Schloss ihres Vaters bringen. Auf der langen Wanderung erweist sich Odilie als hochnäsig und kratzbürstig, und erst, als sie ernstlich erkrankt und dank Lukas’ Fürsorge wieder gesund wird, beginnt sie,
seine Liebe zu erwidern. Doch Odilie ist längst einem anderen versprochen, und Lukas vergräbt sich in sein Studium, um sie zu vergessen. Er kann es nicht, obwohl ihm gute Freunde, wie Martin Luther und Ulrich von Hutten,zur Seite stehen, obwohl Kriege und Krankheiten seinen Alltag bestimmen. In Heidelberg schließlich, als vielbewunderter Medicus, muss er seine größte Bewährungsprobe bestehen: Er soll an Odilie den lebensgefährlichen Geburtsschnitt vornehmen. Wird ihm gelingen, was einst sein Vater mit Gottes Beistand schaffte?  
 
Meine Meinung:
Lange, wirklich lange bin ich um dieses Buch herumgeschlichen, da ich mir nicht so sicher sein wollte, was es mit diesem Werk auf sich haben sollte. Auch jetzt nach der Lektüre will es mir nicht sicher gelingen. Zuerst einmal ist folgendes anzumerken: Das Buch heißt "Der Medicus von HEIDELBERG", die Geschichte aber könnte auch den Titel tragen "Ich studiere hier, und da und Heidelberg ist nur für kurze Zeit mein Ziel". Die Geschichte um Lukas erstreckt sich auf knappe 700 Seiten, in denen teilweise sehr viel und doch wieder gar nichts geschieht. Er überlebt ein schweres Erdbeben und die Pest natürlich auch, Martin Luther ist ein guter Freund und natürlich ist Lukas mit Luther unterwegs, als dieser seinen "heiligen Moment" bekommt, und beschließt Mönch zu werden... ich denke es wird schon deutlich, dass ich die Geschichte teilweise ein wenig übertrieben fand, wobei ich zugeben muss, dass sie mich dennoch recht gut unterhalten konnte.
Die Schreibweise Sernos konnte mich nicht wirklich für sich einnehmen. Nein er ist gewiss kein schlechter Schreiberling, aber ein wirklicher Fluss wollte beim Lesen in meinen Augen aber auch nicht wirklich entstehen. Ob es nun in seiner Absicht lag die Erzählweise aus Lukas' Sicht authentischer wirken zu lassen, oder nicht, kann ich nach dem Lesen nur eines seiner Bücher natürlich nicht beurteilen.
Die Charaktere waren für meinen Geschmack auch nicht klar strukturiert. Leider hatte ich oft das Gefühl, dass sich Eigenschaften so abwandelten, wie Herr Serno es gerade benötigte. Sei es die "Ich-fasse-keinen-Dreck-an" - Phase, die genau im richtigen Moment aufhörte oder sogar der Hund, der doch teilweise sehr ungewöhnliche Merkmale an den Tag legte.
Dennoch muss ich sagen, dass es Herrn Serno trotzdem gelungen ist, mich in seinen Bann zu ziehen und schon dafür zu sorgen, dass ich mir auch weitere seiner Bücher zu Gemüte führen werde. Denn trotz aller meiner Kritikpunkte, ist eines zu bedenken.... diese Geschichte hat Spaß gemacht und das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen, die vielleicht noch ein bisschen besser ist..
 
Fazit:
Ein historischer Roman, der durchaus seine Schwächen hat, für unterhaltsame Stunden aber bestens geeignet ist.
 
Viel Spaß beim Lesen!
 
Bis bald!
 
 
 
 

 

2.6.15 22:32, kommentieren

Die Kerzenzieherin von Caren Benedikt

 
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Genre: Historischer Roman
 
ISBN: 978-3-426-51294-4
 
Erscheinung: September 2014
 
Verlag: Knaur
 
Einband: Taschenbuch
 
Preis: 9,99 €
 
Seitenzahl: 620 
 
Bewertung: * * * * *
 
Junge Novizin muss um Leben bangen
 
Klappentext:
Hattingen, 1225: Das Leben der Novizin Ellin gerät völlig aus den Fugen, als sie zufällig ein Gespräch zwischen zwei Männern belauscht, die eine Verschwörung gegen den Erzbischof von Köln planen. Ellin muss fliehen: Sie legt ihr Novizinnengewand ab und schafft es, sich in Bremen als Kerzenzieherin ein neues Leben aufzubauen. Doch schon bald holt sie ihre Vergangenheit wieder ein, und Ellin begreift, dass ihr Wissen sehr gefährlich und der Alptraum noch lange nicht vorbei ist. 
 
Meine Meinung:
Bei der "Kerzenzieherin" handelt es sich um den ersten historischen Roman, den ich von dieser Autorin gelesen habe. Ihr Kriminalroman "Sekundentod"(veröffentlicht unter dem Namen Petra Mettfeldt) hatte mir aber so gut gefallen, dass ich mich sehr freute, dieses Buch von Frau Benedikt persönlich zur Verfügung gestellt bekommen habe. 
Ellin ist bereits nach wenigen Seiten so tief in meine Gedankenwelt eingedrungeb, dass ich oft am Tag darüber nachdachte, wie es wohl mit ihr weiterginge. 
Inhaltlich möchte ich natürlich nicht zu viel vorneweg nehmen, muss aber auf jeden Fall erwähnen, dass ich es wirklich genossen habe Ellins Flucht begleiten zu dürfen! Immerhin war diese auch gleichzeitig eine Aneinanderreihung von Ellins "Ersten Malen": auf sich allein gestellt sein, kein Dach über dem Kopf haben .... kurz: Das erste Mal außerhalb der sicheren Klostermauern. 
Den Schreibstil der Autorin fand ich auch in diesem Buch fantastisch gut gelungen! Fließend und bildgewaltig gelang es Caren mich in ihre Geschichte zu ziehen, und vor Allem: Mich nicht mehr loszulassen! Ihre Beschreibungen wirkten einfach nur real und ich konnte förmlich riechen, wenn Ellin die Kerzen entzündete. 
Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir, dass am Ende des Buches, also nach Ende des eigentlichen Roomans Caren ein Nachwort anfügte, in dem sie die wahren historischen Gegebenheiten beleuchtet und faktische Fehler - welche für das Vorankommen der Geschichte aber wichtig waren - eingesteht. In meinen Augen kommt dies viel zu selten vor. 
 
Fazit:
Ein historischer Kriminalfall und das bewegende Schicksal einer jungen Frau: was will man als "Histo-Onkel" mehr? Oft empfehle ich Bücher für entspannte Stunden, doch hier ist Nägelkauen angesagt!
 
Viel Spaß beim Lesen!
 
Bis bald!

10.2.15 20:58, kommentieren

Der Jahrbuchcode von Petra Mattfeldt

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Genre: Jugendthriller
 
ISBN: 978-3-937357-87-4
 
Erscheinung: Oktober 2014
 
Verlag: Buntstein
 
Einband: Paperback
 
Preis: 9,99 €
 
Seitenzahl: 196
 
Bewertung: * * * * *
 
Ein Jugendthriller der Extra-Klasse
 
Klappentext:
Wer zu lange gewartet hat und auf den letzten Drücker in eine AG gehen muss, hat keine andere Wahl als die unter den Schülern unbeliebte Jahrbuch-AG, denn da waren stets noch Plätze frei. Niklas, Lilly und Philipp treffen dort aufeinander und müssen auch noch den faulen Eltis mitschleppen. Doch schon bald entpuppt sich die scheinbar langweilige Aufgabe, am Computer mit allen Texten und Klassenfotos das neue Jahrbuch der Schule zusammenzustellen, als brisant. Denn die Gruppe stößt bei der Sichtung der früheren Jahrbücher auf ein seltsames Phänomen: Jahr für Jahr taucht dort auf einem Klassenfoto der jeweiligen 10c der immer gleiche unbekannte Junge auf, der scheinbar nicht älter wird. Wer ist das und wie kam er überhaupt in die Jahrbücher? Gemeinsam versuchen sie das Geheimnis zu lösen und stoßen dabei auf eine schier unglaubliche Geschichte…
 
Meine Meinung:
Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich nicht das bekommen habe, was ich bei diesem Buch erwartet habe. Es war um Längen besser. 
Ich habe das große Glück, dass die Autorin dieses kleinen Meisterwerks durch meine Video-Rezension zu einem ihrer anderen Bücher auf mich aufmerksam wurde und mir ein Exemplar des "JahrbuchCodes" zur Verfügung stellte. Zwar habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut, aber ehrlich gesagt nicht damit gerechnet derart eingenommen zu werden. Petras Schreibstil in diesem Buch ist wahrlich fesselnd. Gerade im Hinblick auf das eigentliche Zielpublikum des "Codes" ist er nahzu perfekt: Flüssig und detailliert, allerdings ohne zu sehr zu "verschachteln".... folglich für zukünftige "Freiwillig-Leser" wie gemacht.
Der Protagonist, Niklas, war für mich das einzige -minimale- Manko an diesem Buch: In meinen Augen war Niklas nicht "genug" Teenager: an einigen Stellen war er mir schlicht und ergreifend zu perfekt. Er ist sportlich, beliebt .... ein paar kleinere Macken und Eigenarten hätten ihn in meinen Augen ein wenig authentischer werden lassen. Dennoch waren die Charaktere im Großen und Ganzen für ein Jugendbuch sehr gut gelungen. 
Der Aufbau des Spannungsbogens war rasant aber trotzdem nicht abgehoben. Wendepunkte gab es zwar nicht wie Sand am Meer, sie waren aber dramaturgisch sehr gut gelegt und sorgten für den richtigen "Wumms".
Die Auflösung des Foto-Mysteriums ist in meinen Augen auch logisch gelungen und für den Leser nicht vorhersehbar. 
Besonders gut hat mir das Ende gefallen, welches auf eine  Fortsetzung hoffen lässt.
 
Fazit:
Auch wenn das Buch eine Zielgruppe von jungen Lesern hat, finde ich, dass es bei dem "Jahrbuchcode" um ein wahres All-Age-Buch handelt, welches auch eingefleischten Thriller-Fans einen gewaltigen Schauer über den Schauer jagen wird. 
 
Viel Spaß beim Lesen!
 
Bis bald!

9.2.15 18:10, kommentieren

Die Gabe der Zeichnerin von Martina Kempff

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Genre: Historischer Roman
 
ISBN: 978-3-866-12366-3
 
Erscheinung: September 2013
 
Verlag: Pendo
 
Einband: Hardcover
 
Preis: 19,99 €
 
Seitenzahl: 432
 
Bewertung: * * * * *
 
Der Dombau zu Aachen - spannend erzählt
 
Inhalt:
Aachen: Ende des achten Jahrhunderts beschließt Karl der Große eine Kirche bauen zu lassen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Der Herrscher Bagdads ist auf die Hilfe Karls angewiesen und sieht seine Chance gekommen: Er schickt einen Baumeister nach Aachen, damit dieser ihm diese Kirche baut. Doch in der Familie des Baumeisters ist nicht Alles, so wie es scheint: Ezra der Sohn des Baumeisters ist eigentlich eine junge Frau, muss sich aber als Mann ausgeben, damit sie nicht von ihrem alleinerziehenden Vater abgeschottet wird.
In Aachen angekommen, nimmt das Schicksal seinen Lauf: Karl persönlich möchte Ezras Dienste, da sie eines morgens eine Bauidee in den Sand zeichnet, die Karl nicht nur gefällt, sondern wahrlich von den Socken haut. Ezra aber hat plötzlich nicht nur Bauzeichnungen im Kopf, sie hat sich nämlich in Lucas verliebt.......
 
Meine Meinung:
Mit diesem Werk hielt ich mein erstes Buch der Autorin in Händen und dieses hat mich direkt so begeistert, dass mittlerweile mehrere Bücher von ihr bei mir einziehen durften. 
Martina Kempff hat einen wirklich fantastischen Schreibstil in diesem Buch an den Tag gelegt. Die Sätze und Seiten flogen quasi nur so an mir vorbei und konnten mir ein wahres Kopfkino bereiten. Selten war es einem Autor gelungen solche Bilder in mir hervorzurufen....
Gerade bei historischen Romanen finde ich es sehr schwierig, lebhaft zu schreiben, doch das ist Frau Kempff voll und ganz gelungen.
Ezra fand ich einen wirklich gelungen Charakter, der mir bereits auf den ersten Seiten sehr ans Herz gewachsen ist. Generell kann ich sagen, dass es sich hierbei um eine wahre Ansammlung von sehr sympathischen und realen Rollen handelt. 
Doch auch die Handlung konnte mich vollkommen überzeugen. Hierbei sollte vielleicht angemerkt werden, dass der Bau der Kuppel auch heute noch ein großes Geheimnis darstellt und dieses Buch eine fiktive Erklärung darstellen soll, die nicht einmal so unrealistisch wirkt. 
 
Fazit:
Ein Buch, dessen Zutaten die perfekte Mischung ergeben und dadurch ein kleines Meisterwerk entstehen lassen. 
 
Viel Spaß beim Lesen!
 
Bis bald!
 
 

17.11.14 09:50, kommentieren

Mein Lesemonat August 2014

Hallo Zusammen, 
 
nachdem ich die Tage - auch schon - meinen Lesemonat Juli gepostet habe, folgt hier nun mein "Lesemonat August". Warum die Anführungszeichen? Nun ja, das bisschen, das man hier gleich aufgeführt sehen wird ist so wenig, dass ich es eigentlich kaum erwähnenswert finde  
 
Gelesen habe ich:
 
- Bierquälerei von Volker Keidel - * * * * * - 204 S.
 
- Der Berg von Dan Simmons - * * * * - 768 S.
 
- Pinguinwetter von Britta Sabbag - * * * - 253 S.
 
 
Gehört habe ich:
 
- Laienspiel von Michael Kobr / Volker Klüpfel
 
Außerdem habe ich im August mir meinen SuB einmal genauer angeschaut und dabei festgestellt, dass ich sehr, sehr viele Bücher besessen habe, die mich nun wirklich nicht mehr interessierten.  Daher ist mein ZuB - Zimmer ungelesener Bücher ein klein wenig geschrumpft und zwar von 281 auf 231 Bücher. 
 
Immer noch sehr sehr viel und da ich heute (bereits Ende September) weiß, dass bereits neue Bücher hier liegen......
bin ich mir sicher, dass eine SuB - Termination bei mir nun wirklich keinen Sinn macht, und werde sie somit heute auf meinem Blog verbannen
 
Ich wünsche euch 
Viel Spaß beim Lesen!
 
Bis bald!

17.11.14 09:50, kommentieren

Mein Lesemonat Juli 2014

Hallo Zusammen,
 
hier ist er nun: mit einer riesigen Verspätung. Meine Lesemonat Juli 2014. Zu zwein der Bücher habe ich bereits eine Videorezension auf YouTube veröffentlicht. Diese werde ich am Ende dieses Beitrags verlinken. Also durchlesen
 
Gelesen habe ich: 
 
- Die Gabe der Zeichnerin von Martina Kempff - * * * * * - 432S.
 
- 600 Stunden aus Edwars Leben von Craig Lancester - * * * * - 313 S.
 
- Sterne über Sansibar von Nicole C. Vosseler - * * * * * - 544 S.
 
- Unter Kirschbäumen von Sarah Jordan - * * * * - 158 S. 
 
- Sekundentod von Petra Mattfeldt - * * * * * - 362 S. 
 
- Der verschimmelte Reiter von Richard Benson - * * * - 247 S.
 
 
Gehört habe ich:
 
- Dezembersturm von Iny Lorentz - * *
 
- Seegrund von Michael Kobr / Volker Klüpfel - * * *
 
- Hummeldumm von Tommy Jaud - * * *
 
 
Hieraus ergibt sich folgende Statistik: 
 
Vormonats - SuB:  258
Gelesen:             -    6  (insgesamt: 2056 S. -> 66,3 S. pro Tag)
"SuB - Hörbuch":  -    2
Aussortiert:         -    1
Neuzugänge:      +   32
_______________________
Neuer SuB:           281
 
 

7.10.14 14:33, kommentieren