Puerta Oscura: Totenreise von David Lozano Garbala

 
Genre: Jugendfantasy
 
ISBN: 978-3785568637
 
Erscheinung: Juni 2010
 
Verlag: Loewe
 
Einband: Hardcover
 
Preis: 19,95 €
 
Seitenzahl: 607
 
Reiheninfo: Puerta Oscura
#1 Totenreise
 
Bewertung: * *
 
Gute Idee, grauenvoll umgesetzt
 
Puerta Oscura hat den Tod und seine Folgen als Grundthema. Diese Thematik finde ich eigentlich sehr interessant und am Anfang des Buches fand ich die Geschichte um den Vampir und die "Dunkle Pforte" noch ernsthaft gelungen. Aber dann:
 
Inhalt:
[Klappentext laut Amazon]
Eigentlich ist Pascal nur wegen Michelle zu der Gothic-Party in die Pariser Wohnung der Familie Marceaux gekommen. Doch bei der Suche nach passenden Klamotten für seine Kostümierung findet er in einer alten Truhe die Puerta Oscura, den geheimen Zugang zum Reich der Toten. Nur alle 100 Jahre, in der Nacht zu Allerheiligen, wird die Pforte geöffnet und gestattet einem einzelnen Wanderer den Eintritt in die Unterwelt. Aber das Gleichgewicht zwischen dem Totenreich und unserer Welt ist fragil. Wann immer ein Lebender in das Totenreich geht, gelangt ein Wesen aus der Unterwelt in die Wirklichkeit. Pascal hat einen Vampir befreit, der nun Michelle entführt, und sie in den tiefsten Winkeln der Hölle verstecken lässt. Zögernd, und nur mit einem magischen Medaillon bewaffnet, begibt sich Pascal erneut in das Reich der Toten. Er hat nur sieben Tage Zeit. Und die vergehen schnell - in der Ewigkeit!
 
Meine Meinung: [Kurzrezi]
Schreibstil: Die Geschichte in diesem Buch wird von einem auktorialen Erzähler an den Leser gebracht. Das ist dann auch schon Alles, was ich zu diesem Buch sagen kann. Der Schreibstil ist Standard und lässt sich gut lesen, haut mich aber ehrlich gesagt irgendwie nicht vom Hocker. 
Charaktere: In meinen Augen haben alle Charaktere in diesem Buch ein gemeinsames Problem: sie waren mir äußerst unsympathisch. Sei es die Polizistin, die doch extremst gegen Teenager vorgeht. Ja es geht um einen Toten und da sollte ein Polizeibeamter natürlich auch dem kleinsten Hinweis nachgehen, aber hinzugehen und sich auf Kinder zu versteifen, obwohl es um einen wahrhaft grauenhaften Mordfall geht, fand ich nicht nachvollziehbar. Aber die anderen Charaktere waren auch nicht besser: Bei der Gruppe um Pascal handelt es sich um Teenager, die sich eigentlich gerade mit den Problemen des Erwachsenwerdens auseinandersetzen. In die Situation katapultiert zu werden, in der die Eine von einem Vampir entführt wurde und der andere sich als Auserwählter um das Totenreich zu schützen wiederfindet ist kompliziert, aber dennoch denke ich, würde jeder zwölf Jährige reifer mit den Problemen umgehen. Auch die Wahrsagerin konnte mich nicht nur nicht überzeugen, sondern hat mich regelrecht genervt. Sie schickt ein Kind! auf eine vermutlich tödlich ausgehende Mission, macht dann aber auf mitfühlend und "sorgt" sich um die Anderen! Is klar. Natürlich, könnte man mir jetzt widersprechen und sagen, dass sie keine andere Wahl hätte, aber mit stößt es einfach negativ auf.
Handlung: Wie bereits erwähnt, finde ich die Grundthematik des Buches wirklich gut. Aber irgendwie hapert es an der Umsetzung. Außerdem muss ich sagen, dass am Anfang des Buches sich die Ereignisse überschlagen, im Mittelteil sich aber eine sehr lange Durststrecke wiederfinden lässt. Nur um dann gegen Ende (ca. die letzten 100 Seiten) von null auf hundertzehn durchzustarten. Und genau hier liegt das Problem, welches mich letztendlich dazu bewogen hat dem Buch die 3 Sterne abzuziehen. Der Autor hat es am Ende einfach nur übertrieben! Von jetzt auf gleich waren es mir einfach zu viele Hindernisse und Plottwists zu finden.
 
Fazit:
Für junde Leser fand ich die Gewaltdarstellungen eindeutig zu heftig und für Ältere eigentlich das Buch als solches nicht empfehlenswert. Für mich eine Reihe, die ich nicht weiterverfolgen werde. 
 

3.7.14 11:59

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