Mones Meinung: Sind Leseflauten eigentlich ansteckend?

Es ist noch nicht lange her, da hat euch Marc darüber informiert, dass er momentan in einer Leseflaute steckt.

Heute muss ich mich mit der selben Meldung bei euch sehen lassen. Es ist jetzt knapp zwei Wochen her, dass ich das letzte Buch beendet habe und gefühlt noch länger, seit ich das letzte Mal Spaß am Lesen hatte. 

Alle Tricks, die sonst super funktionieren (einfach mal ein paar Bücher parallel lesen und nach Lust und Laune entscheiden, welches als nächstes dran kommt zum Beispiel) wollen diesmal einfach nicht fruchten. 

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass wir momentan viel Stress haben oder einfach gerade Zeit für was Anderes im Leben sein soll, aber auch ich kann sagen, dass ich noch ein paar vorgeschriebene Rezensionen hier habe, die ihr dann in den nächsten Tagen präsentiert bekommen werdet. Mit Glück ist bis dahin auch die Leselust wieder da. 

 

Ich wünsche euch einen schönen Tag/Abend. 

 

Eure 

Mone

17.9.20 09:38, kommentieren

Mich hat mal wieder eine Leseflaute fest in ihren Händen

Hallo Zusammen,

es ist mal wieder soweit! Die Leseflaute hat zugeschlagen und streckt sich dieses Mal sogar auf Hörbücher aus. Lustigerweise sogar auf Serien, die ich eigentlich immer ganz gerne gucke.... Verwirrend. 

Glücklicherweise habe ich bereits ein paar Beiträge vorgeschrieben, aber weiß natürlich weder wie lange die Flaute anhält, beziehungsweise wie lange die Beiträge reichen. 

Lange Rede kurzer Sinn, sollte es hier demnächst mal wieder ein wenig ruhiger beziehungsweise zeitweise nur Beiträge von Mone kommen, bitte ich dies zu entschuldigen. 

Ganz liebe Grüße

Euer

Marc

2.9.20 19:16, kommentieren

Mones Meinung: Die Mitternachtstür von Dave Eggers

Die Mitternachtstür
 
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Titel: Die Mitternachtstür
 
Autor: Dave Eggers
 
Verlag: Fischer Sauerländer
 
Format: Hardcover
 
Preis: 17,00 €
 
ISBN: 978-3-7373-5629-9
 
Genre: Jugendroman / Jugendfantasy
 
Seitenzahl: 368
 
Erscheinung: September 2018
 
Bewertung: * * * *
 
Das erste Kinder/Jugendbuch des Bestsellerautors
 
Inhalt:
(Zusammenfassung laut Verlagsseite)
 
Der erste Kinderroman von Nr.1-SPIEGEL-Bestsellerautor Dave Eggers

Als Gran mit seinen Eltern in eine verschlafene Kleinstadt zieht, kriegt er zuerst einmal einen Schreck: In den Straßen klaffen Risse, die Häuser stehen schief, und alles scheint seinen Halt verloren zu haben. Dann begegnet er der geheimnisvollen Catalina und sieht, wie sie an einem Berghügel eine geheime Tür öffnet und sich Zugang zu einem unterirdischen Labyrinth aus Tunneln verschafft. Gran erfährt, dass die Stadt vom Versinken bedroht ist und dass er und Catalina die Einzigen sind, die sie noch retten können …

»Eggers erster Kinderroman ist ein herzerwärmendes Werk von allegorischer Kraft.« The Guardian

Dave Eggers über »Die Mitternachtstür«: »Ich hatte mir vorgenommen, ein Buch zu schreiben, das ich als Kind gerne gelesen hätte: mit vielen Abenteuern, mit Humor und Geheimnissen, und das auch einen hibbeligen Leser bei der Stange halten würde.
 
Mone meint:
 
Dieses Buch ist recht spontan damals in meine Einkaufstasche gewandert. Warum? Kann ich im Nachhinein noch nicht mal mehr bestimmen. 
Irgendwie wollte ich mal was von Eggers lesen und ein Kinderbuch von einem Autoren, der mit seinen belletristischen Titeln Welterfolge verzeichnen konnte, wäre eventuell ein Grund. Aber wie gesagt: 100 prozentig sicher bin ich nicht. 
Die Charaktere in diesem Buch sind kindgerecht ausgearbeitet, wirken allerdings für den erwachsenen Leser ein wenig flach. Das habe ich in anderen Büchern dieser Art schon gekonnter gesehen. 
Die Handlung kommt gut voran und weiß auch ordentlich Spannung aufzubauen. 
Eggers Schreibstil ist für ein Jugendbuch beziehungsweise Kinderbuch recht ungewöhnlich und stellenweise fast schon verworren. Dennoch kann ich mir aber vorstellen, dass Kinder NICHT damit überfordert sind, weil die Art und Weise wie er erzählt perfekt passt zu dem, was er erzählt.
 
Fazit:
 
Ein Buch, das gerade zum Ende hin ordentlich aufholen konnte und einfach Spaß gemacht hat, gelesen zu werden. 
 
Viel Spaß beim Lesen!
 
Eure 
Mone
 

27.8.20 19:02, kommentieren

Das Leben ist ein listiger Kater - Marie-Sabine Roger

Das Leben ist ein listiger Kater
 
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Titel: Das Leben ist ein listiger Kater
 
Autorin: Marie-Sabine Roger
 
Verlag: Atlantik
 
Format: Hardcover
 
Preis: 19,99 €
 
ISBN: 978-3-455-60002-5
 
Genre: Belletristik / Roman
 
Seitenzahl: 224
 
Erscheinung: März 2014
 
Bewertung: * * * *
 
Gewohnt weltklasse Roman von der Autorin vom "Labyrinth der Wörter"
 
Inhalt:
(Zusammenfassung lt. Verlagsseite)
 
Zum Leben ist es nie zu spät. Jean-Pierre wacht auf und kann sich an nichts erinnern. Er ist in die Seine gefallen, ein junger Mann hat ihm das Leben gerettet. Jetzt liegt er im Krankenhaus, ein Alptraum für den menschenscheuen Einzelgänger. Über zu viel Besuch kann sich der verwitwete Rentner "ohne Kinder oder Hund" eigentlich nicht beklagen. Aber alleine ist er trotzdem nie, ständig fällt ihm jemand auf die Nerven: Die vierzehnjährige Maëva hat es auf seinen Laptop abgesehen, um "schnell mal Facebook zu checken". Maxime, ein junger Polizist, versucht herauszufinden, wie Jean-Pierre in der Seine gelandet ist - und schon bald entdecken die beiden ihre gemeinsame Leidenschaft für Schwarzweißfilme. Der gutherzigen Krankenschwester Myriam wächst der alte Griesgram mit Galgenhumor so ans Herz, dass sie ihn zu ihrem Lieblingspatienten ernennt. Und dann ist da noch Camille, der Student, der Jean-Pierre aus der Seine gefischt hat. Allen zusammen gelingt es nach und nach, Jean-Pierre zurück ins Leben zu holen - und für einen Neuanfang ist es bekanntlich nie zu spät. 
 
Meine Meinung:
 
Bei meiner Meinung zu diesem Werk kann ich mich ungewohnt kurz halten. Dieser Roman zeigt einmal mehr, wie es Frau Roger gelingt aus einer Alltagssituation - beziehungsweise hier: einer Situation, die jeden betreffen kann - eine Geschichte zu stricken, die zu berühren und zu packen weiß. 
Ihre Charaktere wirken fast schon gewohnt vielschichtig und wissen zu überzeugen und den Leser mitzureißen. 
Leider konnte mich das Buch emotional nicht so packen, wie es den anderen Büchern dieser klasse Autorin gelungen ist. Unterhaltend auch auf einer "tieferen" Ebene, als es jetzt ein Roman von beispielsweise Dora Heldt könnte, war er aber auf jeden Fall. 
 
Fazit:
 
Ein wirklich gutes Buch, das zu überzeugen weiß, aber nicht zu sehr "abgehoben" ist. 
 
Viel Spaß beim Lesen!
 
Euer 
Marc
 

23.4.20 11:47, kommentieren

Mones Meinung: Die Italienerin, die das ganze Dorf in ihr Bett einlud


 
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Titel: Die Italienerin, die das ganze Dorf in ihr Bett einlud
 
Autorin: Gaby Hauptmann
 
Verlag: Piper
 
Format: Taschenbuch
 
Preis: 9,99 €
 
ISBN: 978-3-492-31110-6
 
Genre: Belletristik
 
Seitenzahl: 352
 
Erscheinung: Juli 2017
 
Bewertung: * * * *
 
Eine Frau im Bett - auf eine ganz neue Art und Weise
 
Inhalt:
(Zusammenfassung lt. Verlag)
 
Aus ihrem Schlafzimmer geht Gabriellas Blick über die sanften Hügel der Toskana. Sie braucht eine Auszeit von ihrem Job und ist nach vielen Jahren nach Hause zurückgekehrt. Sie liegt in den weißen Laken ihres Bettes und beschließt, es den ganzen Sommer nicht mehr zu verlassen. Wer sie sehen will, muss sich zu ihr legen. Und alle kommen, vom Schornsteinfeger bis zum Pfarrer. Sie reden auch über Gabriellas Mutter, die eines Tages für immer verschwand. Gabriella hatte nur noch ihren Vater und die geliebte Haushälterin Emilia. Doch schon bald wird ihr klar, dass die Dinge nicht so liegen, wie sie immer dachte ...
 
Mone meint:
 
Gaby Hauptmann gehört schon seit vielen Jahren für mich zur Elite der Frauenliteratur, sind ihre Bücher doch immer gespickt mit einer großen Brise Situationskomik ohne zusehr in irgendwelche Klischees zu rutschen. 
Ich würde lügen, wenn ich sage, dass die Bücher von Gaby Hauptmann nicht durchaus auch ein wenig vorhersehbar seien, aber hier finde ich: auf die Verpackung kommt es an. 
Ihr Schreibstil ist locker aber nicht plump; ihre Charaktere sind zwar nicht das, was ich besonders vielschichtig nenne, aber sie sind irgendwie doch Eines - nämlich einfach herrlich menschlich. Mit Fehlern und Macken, die teilweise zwar sehr typisiert sind, aber mal Hand aufs Herz: Genau das macht einen Roman dieses Genres doch aus, oder?
 
Besonders gelungen finde, wie es Frau Hauptmann gekonnt gelungen ist, das "Lästern" über Gabriellas Angeohnheit, jeden in ihr Bett einzuladen einzufangen. 
 
Die Geschichte ist auf den ersten Blick sehr seicht und dümpelt die ersten Kapitel auch sehr vor sich hin, weist gegen Ende aber einen Tiefgang auf, für den ich Gaby Hauptmann so mag. 
Auch hier findet man sich plötztlich umringt von Aussagen, von denen man nicht weiß, welche man jetzt explizit glauben soll.
Wer meint es gut mit Gabriella? Diese Frage schoss mir ebenfalls regelmäßig durch den Kopf.
 
Fazit:
 
Bestimmt nicht der beste Roman, den es gibt. Dennoch perfekt geeignet, um einige schöne Stunde auf der Couch, der Terrasse oder im Bett zu verbringen. 
 

15.4.20 12:30, kommentieren

Marc liest Klassiker: Richard III von William Shakespeare

König Richard III
 
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Es hat lange gedauert, aber ich habe mal wieder ein Stück vom Großmeister der Theaterstücke gelesen. 
Mit Richard III ist ihm ein Königsdrama der besonderen Güte gelungen. Mord, Intrigen, Spannung - hier ist Alles drin, was das Klassikerherz höher schlagen lässt. 
Auch in diesem Werk ist es Shakespeare gelungen jedem Charakter seine eigene Handschrift zu geben, was das Gesamtpaket perfekt abrundet, leidet man doch irgendwie das bisschen mehr mit, wenn einem die -sterbende- Person authentisch und realistisch vorkommt. 
 
Ich stecke momentan in einer krassen Leseflaute und Zeit zum Bloggen zu Finden, ist gerade auch nicht so einfach. (Bei uns beiden)
 
Ich hoffe, dass ihr in Zukunft wieder regelmäßiger von mir hört. 
 
Euer
Marc 

9.10.19 13:13, kommentieren

Mones Meinung: Gier von Marc Elsberg

GIER - Wie weit würdest du gehen?
 
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Titel: Gier; Wie weit würdest du gehen?
 
Autor: Marc Elsberg
 
Verlag: Blanvalet Verlag
 
Format: Hardcover
 
Preis: 24,00 €
 
ISBN: 9783764506322
 
Genre: Thriller
 
Seitenzahl: 448
 
Erscheinung: Februar 19
 
Bewertung: * * * *
 
Spannungsgeladener & durchaus realistischer Thriller
 
Inhalt: 
(Zusammenfassung lt buchhandlungfrank.de)
 
Wenn Fiktion zur Realität wird, dann macht Marc Elsberg einen Bestseller daraus! Nach BLACKOUT, ZERO und HELIX der neue Thriller zu einem explosiven Thema.

»Stoppt die Gier!«, rufen sie und »Mehr Gerechtigkeit!«. Auf der ganzen Welt sind die Menschen in Aufruhr. Sie demonstrieren gegen drohende Sparpakete, Massenarbeitslosigkeit und Hunger - die Folgen einer neuen Wirtschaftskrise, die Banken, Unternehmen und Staaten in den Bankrott treibt. Nationale und internationale Konflikte eskalieren. Nur wenige Reiche sind die Gewinner. Bei einem Sondergipfel in Berlin will man Lösungen finden.
Der renommierte Nobelpreisträger Herbert Thompson soll eine Rede halten, die die Welt verändern könnte, denn angeblich hat er die Formel gefunden, mit der Wohlstand für alle möglich ist. Doch dazu wird er nicht mehr kommen. Bei einem Autounfall sterben Thompson und sein Assistent - aber es gibt einen Zeugen, der weiß, dass es Mord war, und der hineingezogen wird in ein gefährliches Spiel. Jan Wutte will wissen, was hinter der Formel steckt, aber die Mörder sind ihm dicht auf den Fersen ...
 
Mone meint:
 
Marc Elsberg gelingt auch mit diesem Buch ein Szenario aufzubauen, welches realistischer nicht sein könnte: Die Welt beziehungsweise die Gesellschaft sieht sich mit einer anbahnenden Wirtschaftskrise konfrontiert, die die von 2008 in den Schatten stellen könnte.
Gemeinsam mit Jan, der am Anfang der Geschichte Zeuge des Mordes am Nobelpreisträger, Herbert Thompson, wird, gerät der Leser immer Tiefer in die Hintergründe der Wirtschaftsverbrechen.
Auch, wenn im Laufe der Seiten wirklich viel mit Jan passiert und weder ihm noch uns ein wenig Ruhe gegönnt war, wurde ich leider bis zum Schluss nicht wirklich "warm" mit ihm. 
Auch das Gros der anderen Charaktere, wirkte auf mich sehr zweidimensional. 
Der Stil Elsbergs sowie die Handlung als Solche, konnte mich erneut vollends in seinen Bann ziehen. 
 
Fazit:
 
Ein Thriller, der durchaus spannend ist und zu unterhalten weiß, das Mitfiebern aber erschwert. 
 
Viel Spaß beim Lesen!
 
Eure 
Mone
 

7.10.19 16:01, kommentieren

Scythe; Die Hüter des Todes - Neal Shusterman

Scythe 01 - Die Hüter des Todes
 
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Titel: Scythe - Die Hüter des Todes (Scythe #1)
 
Autor: Neal Shusterman
 
Verlag: FISCHER Sauerländer
 
Format: Hardcover
 
Preis: 19,99 €
 
ISBN: 9783737355063
 
Genre: Jugenddystopie
 
Seitenzahl: 527
 
Erscheinung: September 2017
 
Bewertung: * * * *
 
Eine erschreckende Zukunftsvorstellung
 
Inhalt: 
(Zusammenfassung laut buchhandlungfrank.de)
 
Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen - aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten ...

Der erste Band der internationalen Bestseller-Trilogie!
 
Meine Meinung:
 
Dieses Jugendbuch wirft seine Leser sofort und ohne große Vorbereitung direkt in das Geschehen: durch wissenschaftlichen Fortschritt ist es der Menschheit gelungen unsterblich zu werden - sogar von Häusern springen ist in dieser Gesellschaft kein Akt der verzweiflung mehr, sondern eine Rebellion gegen das Elternhaus, wird man danach einfach wiederbelebt. 
Um die Bevölkerungszahl im Rahmen zu halten wurde die Gruppe der Scythe gegründet, diese sollen Menschen nachlesen - also ermorden, wobei diese Menschen nicht wiederbelebt werden dürfen.
Citra und Rowen sind zwei Charaktere, wie sie in Jugendbüchern sehr oft anzutreffen sind. Übertrieben ausgedrückt: die jungfräuliche, moralisch perfekte Citra, die doch ein dunkles Geheimnis zu verstecken scheint und der junge Mann, der zwar das Herz am rechten Fleck hat, den "Sünden" des Lebens nicht allzu abgeneigt scheint. 
Dennoch ist es Shusterman gelungen den Beiden und auch den üblichen Pro- und Antagonisten einen eigenen Flair zu verpassen, was dazu führte, dass ich beim Lesen richtiggehen Spaß bekam, die verschieden Menschen und ihre unterschiedlichen Rollen in dem System der Welt der Scythe kennenzulernen.
Die Geschichte bekommt mit der Zeit kriminalistische Aspekte (Welche genau werde ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten), die der Geschichte einen zusätzlichen Spannungsbogen und den letzten Schliff gegeben haben. 
Shustermans Stil die Geschichte zu erzählen hat mir unheimlich gut gefallen, wobei ich hier besonders die Tagebucheinträge der Scythe nennen möchte, die verschiedene Kapitel eingeleitet haben. Diese machten es nochmals mehr möglich in die Gedanken der einzelnen Personen einzutauchen. 
Gefallen hat mir auch das Ende, welches zwar einer Fortsetzung (die es auch bereits gibt) nicht im Wege steht, die Handlung dennoch aber zufriedenstellend beendet hat. Ein Aspekt, den ich gerade in Jugenddystopien sehr vermisse in letzter Zeit. 
Letztenendes habe ich trotzdem entschieden, einen Stern abzuziehen, was zum Einen daran liegt, dass der Funke nicht so ganz auf mich überspringen wollte und zum Anderen der Meinung bin, dass noch mehr Potenzial in der Geschichte steckt. 
 
Fazit:
 
Eine nahezu perfekte Jugenddystopie, die mir Spaß auf mehr gemacht hat und ich mich hoffentlich zeitnah dem zweiten Band widmen kann. 
 
Viel Spaß beim Lesen!
 
Euer
Marc
 

4.10.19 10:50, kommentieren

Mones Meinung: Der Zopf von Laetitia Colombani

Der Zopf
 
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Titel: Der Zopf
 
Autorin: Laetitia Colombani
 
Verlag: FISCHER Taschenbuch
 
Format: Taschenbuch
 
Preis: 11,00 €
 
ISBN: 9783596701858
 
Genre: Roman
 
Seitenzahl: 288
 
Erscheinung: März 2019
 
Bewertung: * * * *
 
Drei Frauen vereint durch ihre Haare
 
Inhalt: 
(Zusammenfassung laut buchhandlungfrank.de)
 
Der SPIEGEL-Bestseller - Drei Frauen, drei Leben, drei Kontinente - dieselbe Sehnsucht nach Freiheit

Die Lebenswege von Smita, Giulia und Sarah könnten unterschiedlicher nicht sein. In Indien setzt Smita alles daran, damit ihre Tochter lesen und schreiben lernt. In Sizilien entdeckt Giulia nach dem Unfall ihres Vaters, dass das Familienunternehmen, die letzte Perückenfabrik Palermos, ruiniert ist. Und in Montreal soll die erfolgreiche Anwältin Sarah Partnerin der Kanzlei werden, da erfährt sie von ihrer schweren Erkrankung.
Ergreifend und kunstvoll flicht Laetitia Colombani aus den drei außergewöhnlichen Geschichten einen prachtvollen Zopf.
 
Mone meint:
 
Die Geschichte geht einfach unter die Haut. Wir begleiten drei Frauen, die auf den ersten Blick - bis auf ihr Geschlecht - nichts gemein haben. 
Doch mit jeder Seite, die ich in diesem Buch gelesen habe, wurde mir klar, dass diese drei Frauen wirklich starke und außergewöhnliche Charaktere sind.
Die Anwältin Sarah, die trotz einer schweren Erkrankung ihrer Arbeit als Anwältin in einer großen Kanzlei nachgeht, als ob nichts wäre.
Giulia, die sich unvorbereitet in der Situation wiederfindet, für eine Vielzahl an Angestellten verantwortlich zu sein.
Und Smita, die wortwörtlich Alles aufgibt, um ihrer Tochter ein besseres Leben, als das ihre zu bieten. 
Welches Thema diese drei Frauen letztenendes miteinander in Verbindung bringt, verrät schon der Titel dieses kleinen Schmökers: Haare. 
Frau Colombani gelingt es gekonnt, jedem der Erzählstränge seine eigene kleine Note zu verpassen, was das Eintauchen in die Geschichte unheimlich erleichtert. 
Die Geschichte weiß zu überzeugen, wer allerdings einen Pageturner erwartet, ist auf dem falschen Weg. 
 
Fazit: 
 
Ein Roman, der beim Leser einfach ein gemütliches und zufriedenes Gefühl zurücklässt. 
 
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!
 
Eure 
Mone
 

26.9.19 13:35, kommentieren

Der Angstmann - Frank Goldammer

Der Angstmann
 
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Titel: Der Angstmann (Heller #1)
 
Autor: Frank Goldammer
 
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
 
Format: Paperback
 
Preis: 15,90 €
 
ISBN: 9783423261203
 
Genre: Kriminalroman WKII
 
Seitenzahl: 336
 
Erscheinung: September 2016
 
Bewertung: * * * *
 
Der Auftakt einer besonderen KrimiReihe
 
Inhalt: 
(Zusammenfassung lt buchhandlungfrank.de)
 
Dresden, November 1944: Die Bevölkerung leidet unter den anhaltenden Kriegszuständen und den täglichen Entbehrungen. Flüchtlingsströme drängen in die Stadt. Bombenalarme gehören zum Alltag. Da wird Kriminalinspektor Max Heller zu einer grausam zugerichteten Frauenleiche geholt. Schnell geht das Gerücht um: Das war der Angstmann, der nachts durch die Gassen schleicht. Heller gibt nichts auf das Gerede. Inmitten der Wirren des letzten Kriegswinters macht er sich auf die Suche nach einem brutalen Frauenmörder. Nicht nur sein linientreuer Vorgesetzter Rudolf Klepp legt Heller dabei Hindernisse in den Weg. Als im Februar 1945 die Stadt in einem beispiellosen Bombenhagel dem Erdboden gleich gemacht wird, hält man auch den Mörder für tot. Doch der Angstmann kehrt zurück ...
 
Meine Meinung:
 Kurzrezi
Es ist nicht der erste Krimi, den ich lese, der in der NS-Zeit beziehungsweise in der Zeit des 2. Weltkrieges spielt, aber der bisher authentischste.
Goldammer gelingt es gekonnt, die Atmosphäre Dresdens einzufangen, was bei mir regelmäßig zu regelrechter Beklemmung führte. 
Goldammers Stil ist flüssig und weiß mit gekonnten Wendungen die aufkommende Spannung zu unterstreichen. 
Die Charaktere sind durchweg authentisch, allerdings teilweise nicht konsequent innerhalb ihrer zugedachten Rolle. So wird beispielsweise ein Einbruch einfach mal so hingenommen - andere Beispiele dieser Art finden sich regelmäßig, möchte sie wegen Spoilern aber nicht nennen.
Die Geschichte um den Angstmann fand ich sehr spannend und auch die Tatsache, dass mitten in den Wirrungen des Krieges mancher Fall keine große Beachtung geschenkt bekommt, sehr realistisch. 
 
Fazit:
 
Ein durchaus gelungenes Buch, dass dazu geführt hat, dass Band 2 sofort auf die Wunschliste gewandert ist.
 
Euer 
Marc
 

17.9.19 07:39, kommentieren