Der Angstmann - Frank Goldammer

Der Angstmann
 
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Titel: Der Angstmann (Heller #1)
 
Autor: Frank Goldammer
 
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
 
Format: Paperback
 
Preis: 15,90 €
 
ISBN: 9783423261203
 
Genre: Kriminalroman WKII
 
Seitenzahl: 336
 
Erscheinung: September 2016
 
Bewertung: * * * *
 
Der Auftakt einer besonderen KrimiReihe
 
Inhalt: 
(Zusammenfassung lt buchhandlungfrank.de)
 
Dresden, November 1944: Die Bevölkerung leidet unter den anhaltenden Kriegszuständen und den täglichen Entbehrungen. Flüchtlingsströme drängen in die Stadt. Bombenalarme gehören zum Alltag. Da wird Kriminalinspektor Max Heller zu einer grausam zugerichteten Frauenleiche geholt. Schnell geht das Gerücht um: Das war der Angstmann, der nachts durch die Gassen schleicht. Heller gibt nichts auf das Gerede. Inmitten der Wirren des letzten Kriegswinters macht er sich auf die Suche nach einem brutalen Frauenmörder. Nicht nur sein linientreuer Vorgesetzter Rudolf Klepp legt Heller dabei Hindernisse in den Weg. Als im Februar 1945 die Stadt in einem beispiellosen Bombenhagel dem Erdboden gleich gemacht wird, hält man auch den Mörder für tot. Doch der Angstmann kehrt zurück ...
 
Meine Meinung:
 Kurzrezi
Es ist nicht der erste Krimi, den ich lese, der in der NS-Zeit beziehungsweise in der Zeit des 2. Weltkrieges spielt, aber der bisher authentischste.
Goldammer gelingt es gekonnt, die Atmosphäre Dresdens einzufangen, was bei mir regelmäßig zu regelrechter Beklemmung führte. 
Goldammers Stil ist flüssig und weiß mit gekonnten Wendungen die aufkommende Spannung zu unterstreichen. 
Die Charaktere sind durchweg authentisch, allerdings teilweise nicht konsequent innerhalb ihrer zugedachten Rolle. So wird beispielsweise ein Einbruch einfach mal so hingenommen - andere Beispiele dieser Art finden sich regelmäßig, möchte sie wegen Spoilern aber nicht nennen.
Die Geschichte um den Angstmann fand ich sehr spannend und auch die Tatsache, dass mitten in den Wirrungen des Krieges mancher Fall keine große Beachtung geschenkt bekommt, sehr realistisch. 
 
Fazit:
 
Ein durchaus gelungenes Buch, dass dazu geführt hat, dass Band 2 sofort auf die Wunschliste gewandert ist.
 
Euer 
Marc
 

17.9.19 07:39, kommentieren

Mones Meinung: Wie man die Zeit anhält von Matt Haig

Wie man die Zeit anhält
 
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Titel: Wie man die Zeit anhält
 
Autor: Matt Haig
 
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
 
Format: Hardcover
 
Preis: 20,00 €
 
ISBN: 9783423281676
 
Genre: Roman mit fantastischen Elementen
 
Seitenzahl: 379
 
Erscheinung: April 2018
 
Bewertung: * * * *
 
Eine relativ bekannte Geschichte in einem neuen Outfit
 
Inhalt:
(Zusammenfassung lt. buchhandlungfrank.de)
 
Wenn Liebe die Zeit besiegt

Keiner lehrt Geschichte so lebendig wie er und das hat einen guten Grund: Tom Hazard, Geschichtslehrer und verschrobener Einzelgänger, sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, die Literaten und Jazzmusiker der Roaring Twenties in Paris erlebt und alle acht Jahre eine neue Identität angenommen. Eines war er über die Jahrhunderte hinweg immer: einsam. Denn die Nähe zu anderen Menschen wäre höchst gefährlich gewesen. Jetzt aber tritt Camille in sein Leben. Und damit verändert sich alles.
 
Mone meint:
 
Matt Haig ist ein Autor, der viel zu wenig Beachtung geschenkt bekommt. Auch wenn er schon mehrere Bestseller auf den Markt geworfen hat, wird man als Leser doch immer recht fragend angeschaut, wenn man seinen Namen erwähnt. 
Haigs Schreibstil ist gewohnt flüssig und weiß der Geschichte und seiner Handlung sowie den Charakteren einen letzten Schliff zu verpassen. 
Die Idee, einen Menschen auf der Suche nach einer geliebten Person (um wen es sich im Genaueren handelt, möchte ich wegen Vorwegnehmung nicht sagen) zu begleiten, ist für einen Roman sicher nichts Neues: dieses Geschehen aber in eine Rahmenhandlung um eine Gruppe Menschen, die erheblich langsamer altern zu betten, habe ich noch nicht vor Augen bekommen.
Mir haben besonders die Rückblicke in die Jugend Toms gefallen, seine Begegnungen mit historischen Größen wie Shakespeare gefallen, die die Handlung in der Gegenwart regelmäßig aber gekonnt unterbrochen haben. 
 
Fazit:
 
Erneu ein kleines Meisterwerk eines großen Schriftstellers. Ich freue mich jetzt schon auf sein neues Buch, das bestimmt in den nächsten Tagen bei mir einziehen wird. 
 
Eure 
Mone
 

12.9.19 14:53, kommentieren

Hurra, wir lieben noch - Bill Mockridge & Margie Kinsky

Hurra, wir lieben noch!
 
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Titel: Hurra, wir lieben noch
 
Autoren: Bill Mockridge & Margie Kinsky
 
Verlag: Knaus Albrecht
 
Format: Paperback
 
Preis: 16,00 €
 
ISBN: 9783813507652
 
Genre: Biographie / Humor
 
Seitenzahl: 253
 
Erscheinung: September 2017
 
Bewertung: * * *
 
Beziehungstipps vom wohl lustigsten Ehepaar Deutschlands
 
Inhalt: 
(Zusammenfassung laut buchhandlungfrank.de)
 
Das Comedy-Paar Bill & Margie ist Kult:
Endlich erzählen sie ihre Geschichte

Ganz Deutschland liebt das Powerpaar Bill Mockridge und Margie Kinsky. Die beiden Standup-Comedians füllen die Theater von Berlin bis Stuttgart und gehören zu den beliebtesten Gästen der Talkshows auf allen Kanälen. Bill Mockridge als Erich Schiller in der "Lindenstraße" ist Legende, bei Margie Kinsky folgt Tournee auf Tournee und inzwischen gibt es die ganze Familie samt allen sechs (!) Söhnen als WDR-Sitcom "Die Mockridges - Eine Knallerfamilie". Wie eine Ehe das alles aushält und wie es überhaupt dazu kam, davon erzählen Bill & Margie in ihrem ersten gemeinsamen Buch. 
 
Meine Meinung:
 
Was hatte ich mich auf dieses Buch gefreut: nur um es dann doch Ewigkeiten auf meinem SuB liegen zu lassen! 
Fast schon wieder vergessen, fiel es mir die Tage wieder in die Hände und ich bekam spontan Lust es zu Lesen. 
Und was soll ich sagen? Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich mir mehr erhofft hatte! Wirklich lachen musste ich fast nie und die meisten Geschichten und Anekdoten kannte man dann doch entweder aus den Soloprogrammen der Beiden oder sogar aus Erzählungen ihres Sohnes Luke Mockridge usw. 
Ein wirklicher roter Faden wollte sich in meinen Augen auch nicht wirklich finden lassen, gab es doch relativ häufig immer mal wieder Chronologiesprünge (wobei ich hier Bills Anmerkung zu diesem Thema sehr unterhaltsam fand). 
Auch als Ratgeber war das Buch nicht zu Gebrauchen, sucht man als Leser vergeblich nach Beziehungstipps. 
 
Fazit: 
 
Dieses Buch kann durchaus als lustige Lesung mit den Autoren funktionieren, gedruckt als Buch hat es mich zwar nicht gelangweilt, aber auch nicht wirklich unterhalten. Durchschnitt. 
 
Euer 
Marc
 

10.9.19 13:22, kommentieren

Mones Meinung: Magic Cleaning von Marie Kondo

Magic Cleaning 1: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert
 
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Titel: Magic Cleaning - Wie richtiges Aufräumen ihr Leben verändert
 
Autorin: Marie Kondo
 
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
 
Format: Taschenbuch
 
Preis: 10,00 €
 
ISBN: 9783499624810
 
Genre: Ratgeber Aufräumen
 
Seitenzahl: 224
 
Erscheinung: Januar 2013
 
Bewertung: * * *
 
Gute bis sehr gute Tipps, allerdings schwer umsetzbar
 
Inhalt:
(Zusammenfassung laut buchhandlungfrank.de)
 
Das TIME Magazine zählt Marie Kondo zu den 100 einflussreichsten Menschen auf der Welt!
Vereinfachen Sie Ihr Leben!Kaum jemandem macht es Spaß, aufzuräumen und sich von Dingen zu trennen. Die meisten von uns haben einfach nie gelernt, wirklich Ordnung zu halten. Denn auch beim Aufräumen gibt es den berühmten Jo-Jo-Effekt. Doch mit Marie Kondos bahnbrechender Methode, die auf wenigen simplen Grundsätzen beruht und dabei höchst effektiv ist, wird die Beschäftigung mit dem Gerümpel des Alltags schon mal zu einem Fest. Und die Auswirkungen, die «Magic Cleaning» tatsächlich auf unser Denken und unsere Persönlichkeit hat, sind noch viel erstaunlicher. Der Generalangriff auf das alltägliche Chaos macht uns zu selbstbewussten, zufriedenen, ausgeglichenen Menschen.
Der Nr.-1-Bestseller aus Japan - über eine Million verkaufte Exemplare
«Die Magie des Aufräumens: Marie Kondo befreit nicht nur Ihr Zuhause von unnötigem Ballast, sondern auch Ihre Gedanken.» Thorsten Havener
 
Mone meint:
 
Spätestens seit der Netflix-Serie "Aufräumen mit Marie Kondo" gibt es wohl keinen Weg mehr vorbei an der quirligen Japanerin, die jedem Chaos den Kampf angesagt hat, weshalb ich mich entschlossen habe dem Buch eine zweite Chance zu geben, nachdem ich es vor Jahren bereits einmal abgebrochen habe. 
Auch, wenn ich es diesmal durchgelesen habe, wurde ich mit der sogenannten KonMari - Methode irgendwie immer noch nicht so richtig warm. 
Wenn ich ehrlich bin, fällt mir der leicht esoterisch angehauchte Subtext schon stellenweise schwer ernst zu nehmen: wir bedanken uns bei den Dingen für ihre erledigten Aufgaben und klopfen Bücher wach, sowie dürfen Socken niemals ineinander gesteckt werden, weil dies dazu führe, dass sich die Socken nicht wohll fühlten...
Nachdem ich den ersten Widerwillen runtergeschluckt habe und mehrmals zu mir sagte: du ziehst das jetz aber einfach mal so durch, habe ich mit der ersten Kategorie "Kleidung" angefangen. Diese hat bei uns Viern auch wirklich gut funktioniert. 
Als wir zu Kategorie Zwei ("Bücher" kamen, fiel uns das erste Problem auf: Wir lieben Bücher und auch wenn wir viele ungelesene Bücher zu Hause haben, sind diese Bücher gleichzeitig Dinge, die uns - um in Kondos Sprachgebrauch zu bleiben - mit (Vor)Freude erfüllen. Kondo sagt aber, dass alle ungelesenen Bücher ungefragt aussortiert werden müssen.
Bei der nächsten Kategorie ("Papiere" wurde es dann wirklich unrealistisch, da Kondo zum Beispiel sagt, dass eine Lohnabrechnung ihre Aufgabe nach Erhalt des Gehaltes erfüllt habe und daher entsorgt gehöre. Steuererklärungen gibt es wohl nicht in Japan? (Ehrlich: Keine Ahnung, ob dem so ist). Auch bei anderen Papieren war ich mir nicht so sicher, wie sicher die Art des Aussortierens ist. 
Dann  kamen wir zur größten Kategorie, nämlich eigentlich alles Andere: Und hier haben wir den Punkt erreicht, an dem ich sagen muss, dass Kondos Grundansatz wirklich gut ist, nämlich nur wirklich nötige Dinge und Dinge, die einen mit Freude erfüllen zu behalten, aber die Umsetzung so gut wie unmöglich ist. Kondo sagt klar und deutlich, dass richtiges Aufräumen nur funktioniere, wenn man es in einem durch macht. 
Wir sind beide am arbeiten, haben einen Pflegefall in der Familie, zwei Kinder und Pferde und unsere Grundstück ist wirklich groß (Haus mit zwei Etagen, Speicher und Keller, sowie unterkellerte Scheune und Garage und ein ehemaliger Viehstall) auf dem sich überall Dinge von vor zwei Generationen immer mal wieder verstecken. 
Ein weiterer Negativpunkt ist die fehlende Nachhaltigkeit. Kondo lässt immer alles wegwerfen. Ich war schon richtiggehend froh, dass in der Serie regelmäßig gezeigt wurde, dass man aussortierte Kleidung gerne auch zum Beispiel spenden kann. 
 
Fazit:
 
Dieses Buch ist ein guter Leitfaden. Diesen wirklich abzuarbeiten stelle ich mir aber schwierig bis unmöglich vor, wenn man nicht gerade die Möglichkeit an, sehr viel Urlaub einzureichen. 
 
Bis bald!
 
Eure
Mone
 

6.9.19 10:08, kommentieren

Libellenschwestern - Lisa Wingate

Libellenschwestern
 
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Titel: Libellenschwestern
 
Autorin: Lisa Wingate
 
Verlag: Limes Verlag
 
Format: Hardcover
 
Preis: 22,00 €
 
ISBN: 9783809026907
 
Genre: Roman
 
Seitenzahl: 480
 
Erscheinung: März 2018
 
Bewertung: * * * * *
 
Ohne Mist: Haltet die Taschentücher bereit
 
Inhalt: 
(Zusammenfassung laut buchhandlungfrank.de)
 
Der Dauer-New-York-Times-Bestseller, von den Goodreads-Lesern zum besten historischen Roman 2017 gewählt!
Ein bewegender Roman über das kraftvolle Band, das Geschwister verbindet, über verborgene Geheimnisse und ihre heilende Wirkung, wenn man sie endlich lüften darf ...
Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können - aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt ...
Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann ...

Ein zutiefst bewegender Roman, inspiriert von einer wahren Geschichte
 
Meine Meinung:
 
Ich habe das Buch vor ungefähr 12 Stunden beendet und habe das Gefühl noch immer emotional ein bisschen durch den Wind zu sein. Wenn ich ehrlich bin, muss ich gestehen, dass ich allerdings schon seit den ersten Seiten in einer Achterbahnfahrt der Emotionen feststeckte. 
Die Geschichte begleitet zwei Frauen: Zum Einen, wäre da die junge Karrierefrau Avery, die in die Fußstapfen ihres Vaters treten soll. Dieser Strang spielt in der heutigen Zeit.
Zum Anderen ist da noch Rill. Rill ist ein junges Mädchen von zwölf Jahren, als ihr Teil der Geschichte beginnt. Hier befinden wir und im Tenesse der späten 30er beziehungsweise frühen 40er Jahre. 
An diesen beiden Hauptpersönlichkeiten hat mir besonders gut gefalle, dass sie auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten, im Laufe der Geschichte aber immer deutlicher wird, dass sie beide doch sehr viele Gemeinsamkeiten haben, oder im Laufe der Zeit zumindest entwickeln. Hier hebe ich besonders ihre Motivation für ihr Handeln empor. 
Alle Charaktere, denen die Leser im Laufe der Geschichte begegnen, sind vielschichtig und authentisch, kurz: realistisch. 
Besonders die Antagonisten in Rills Teil der Geschichte fand ich dermaßen schaurig, ohne dass sie in eine unwirkliche Richtung abdrifteten, dass ich richtiggehende Beklemmungen bekam. 
Oft habe ich bei Romanen dieser Art das Gefühl, die Geschichte nehme sehr langsam an Fahrt auf, was sich auch oft in meinen Bewertungen bemerkbar macht. 
Bei Libellenschwestern ist dies aber nicht der Fall: Lisa Wingate gelingt die perfekte Balance zwischen Einleitung inklusive Vorstellung der Charaktere und aufkommender Handlung. 
Hinzu kommt ihr nahezu meisterhaftes Können die unterschiedlichen Erzählpersonen nicht nur wegen ihrer Überschriften kenntlich zu machen, sondern auch durch den sich ändernden Stil. Es waren nur Kleinigkeiten, aber je tiefer ich in die Geschichte eintauchte, desto klarer wurden sie mir. 
Die Taschentücher musste ich dann auch relativ schnell immer in greifbarer Nähe behalten, weil nicht wenige Szenen in diesem Buch eine emotionale Wucht und Beklemmung auf mich ausübten. 
 
Fazit:
 
Dieses Buch ist in meinen Augen ein wirkliches Meisterwerk und sollte auch auf dem deutschen Markt viel mehr Aufmerksamkeit erhalten. 
 
Lest ihr mal fleißg weiter!
 
Euer 
Marc
 
 

2 Kommentare 28.8.19 10:05, kommentieren

Mones Meinung: Thalamus von Ursula Poznanski

Thalamus
 
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Titel: Thalamus
 
Autorin: Ursula Poznanski
 
Verlag: Loewe Verlag GmbH
 
Format: Paperback
 
Preis: 16,95 €
 
ISBN: 9783785586143
 
Genre: Jugendthriller
 
Seitenzahl: 445
 
Erscheinung: August 2018
 
Bewertung: * * * *
 
Da überlebt man einen Unfall und dann das...
 
Inhalt:
(Zusammenfassung laut buchhandlungfrank.de)
 
Eine abgelegene Rehaklinik ist Schauplatz des neuesten Thrillers von Bestseller-Autorin Ursula Poznanski . Diesmal denkt die ehemalige Medizinjournalistin Chancen und Gefahren der modernen Hirnforschung konsequent weiter und trifft wieder einmal einen Nerv - buchstäblich!

Ein schwerer Motorradunfall katapultiert den siebzehnjährigen Timo aus seinem normalen Leben und fesselt ihn für Monate ans Krankenbett. Auf dem Markwaldhof, einem Rehabilitationszentrum, soll er sich von seinen Knochenbrüchen und dem Schädelhirntrauma erholen. Aber schnell stellt Timo fest, dass sich merkwürdige Dinge im Haus abspielen: Der Junge, mit dem er sich das Zimmer teilt, gilt als Wachkomapatient und hoffnungsloser Fall, doch nachts läuft er herum, spricht - und droht Timo damit, ihn zu töten, falls er anderen davon erzählt.

Eine Sorge, die unbegründet ist, denn Timos Sprachzentrum ist schwer beeinträchtigt, seine Feinmotorik erlaubt ihm noch nicht niederzuschreiben, was er erlebt. Und allmählich entdeckt er an sich selbst Fähigkeiten, die neu sind. Er kann Dinge, die er nicht können dürfte. Weiß von Sachen, die er nicht wissen sollte ... 
 
Mone meint:
 
Was ein Thriller! Aber Eines nach dem Anderen: 
Die Charaktere sind in diesem Buch gelungen ausgearbeitet und sind authentisch sowie sympathisch. Sogar die Antagonisten wissen zu überzeugen und zeigen verschiedenste Facetten, die das Gefühl aufkommen lassen mit echten Personen zu interagieren.
Die Geschichte um Timo startet mit einem Knall und siecht dann wieder einige Zeit vor sich hin, bis es dann mit einem stetig steigenden Handlungsbogen weiter geht. Hier hätte ich mir ehrlicherweise gewünscht die Autorin hätte sich getraut ein bisschen mehr an Fahrt aufkommen zu lassen. 
Im Großen und Ganzen aber muss ich sagen, dass die Handlung wusste, wie sie mich in ihren Bann ziehen konnte und mich auch nicht mehr so schnell losgelassen hat!
Poznanskis Schreibstil ist angenehm und flüssig, hätte für mich die Spannung noch ein wenig besser unterstreichen dürfen, auch wenn ich ehrlicherweise nicht sagen könnte, was genau mich manchmal ein wenig gestört hat. Dennoch wirkte das Geschilderte auf mich teilweise sehr nüchtern und sachlich erzählt. 
Das Ende - beziehungsweise passt hier Das Große Finale - hat mich durchweg überzeugt und Spaß auf mehr von der Autorin gemacht. 
 
Fazit: 
 
Ein Thriller, der wäre der Protagonist nicht erst 17, ohne Weiteres auch für das "Erwachsene-Publikum" geeignet wäre. 
 
Ich bin dann mal weiterlesen!
 
Eure 
Mone
 
 

20.8.19 17:56, kommentieren

Die Ziege auf dem Mond - Stefan Beuse & Sophie Greve

Die Ziege auf dem Mond
 
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Titel: Die Ziege auf dem Mond oder das Leben im Augenblick
 
Autoren: Stefan Beuse & Sophie Greve
 
Verlag: Hanser, Carl GmbH + Co.
 
Format: Hardcover
 
Preis: 14,00 €
 
ISBN: 9783446260504
 
Genre: Kinderbuch / Philosophische Erzählung
 
Seitenzahl: 72
 
Erscheinung: Juli 2018
 
Bewertung: * * * * *
 
Ein Kinderbuch mit gewaltiger Wirkung auf Erwachsene
 
Inhalt:
 
Die Ziege lebt auf dem Mond - allein, aber glücklich. Jeden Tag landen Dinge auf dem Mond, die die Ziege neu benennen muss. Es sind hübsche und traurige Dinge, nützliche und gefährliche, aus denen sich die Ziege ihr Leben baut. Ganz ohne Zeitdruck kann sie dem Flüstern der Sterne lauschen und im Traum den Ozean schmecken. Bis etwas Großes im Mondkrater landet, das Geräusche macht und lebendig scheint. Etwas Geheimnisvolles, Schönes, das sich beim Darüber-Nachdenken verändert - und das den ganzen Mut der Ziege fordert. Ein Buch voller Wunder, das zeigt, wie reich, verrückt und poetisch das Leben ist - und ein philosophisches Abenteuer für Kinder und Erwachsene, die das Staunen nicht verlernt haben.
 
Meine Meinung: 
 
Dieses Buch hat mich verzaubert: Meinen Kindern hat es wegen der außergewöhnlichen Geschichte und den fantastischen Illustrationen sehr gut gefallen und mich hat es einfach wegen der Aussage hinter der Geschichte aus den Socken gehauen.
Man merkt jedem Strich in den Illustrationen und jedem Satz im Text an, dass sich die Autoren mit viel Hingabe und Liebe ihrem Werk gewidmet haben.
Der Schreibstil ist kindgerecht ohne zu plump zu wirken, weswegen auch Erwachsene diese Geschichte ohne Probleme lesen können. 
Die Kapitel sind kurz und knackig ohne abgehackt zu wirken und lassen zu, dass man immer mehr in die Welt der Ziege und in seine eigenen Gedanken eintauchen kann. 
 
Fazit: 
 
Auch, wenn ich gestehen muss, dass es mir schwer fällt zu begründen, was genau mich an diesem Buch so fasziniert hat, hat es sich doch einen Platz in meinem Leserherz erschlichen und wird da auch noch lange verharren. 
 
Bis bald!
 
Euer 
Marc
 

4.8.19 10:35, kommentieren

Mones Meinung: Wenn nicht jetzt, wann dann? von Harald Lesch & Klaus Kamphausen

Wenn nicht jetzt, wann dann?
 
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Titel: Wenn nicht jetzt, wann dann? - Handeln für eine Welt in der wir leben wollen
 
Autoren: Harald Lesch & Klaus Kamphausen
 
Verlag: Penguin Verlag
 
Format: Hardcover
 
Preis: 29,00 €
 
ISBN: 9783328600213
 
Genre: Sachbuch
 
Seitenzahl: 368
 
Erscheinung: September 2018
 
Bewertung: * * *
 
Ein Buch, das uns zum Nachdenken bewegt hat
 
Inhalt:
(Zusammenfassung laut buchhandlungfrank.de)
 
Geben wir unser Bestes für eine bessere Welt!

An jeder Ecke scheint es zu brennen: Die Menschen haben einen dramatischen Klimawandel in Gang gesetzt. Rücksichtslos werden Mensch und Natur ausgebeutet. Das Leben ist bis zum Zerreißen durchökonomisiert, die Gesellschaft gespalten. Überall stecken wir in lähmenden Widersprüchen. Ratlosigkeit macht sich breit. Was können wir, was kann jeder Einzelne tun? Wir haben keine Zeit zu verzagen, sagen Harald Lesch und Klaus Kamphausen. An zahlreichen Beispielen zeigen sie, wie wir mit Widersprüchen umgehen können, und erörtern mit namhaften Experten wie Ottmar Edenhofer, Karen Pittel und Ernst Ulrich von Weizsäcker Lösungsansätze, Handlungsmöglichkeiten und Ideen für ein gedeihliches Zusammenleben. Ein Weckruf und ein Mutmachbuch!

Gedruckt wird das Buch nach dem weltweit einzigartigen Druckverfahren Cradle-to-Cradle TM auf höchstem ökologischem Niveau. Auf ein Einschweißen wird daher verzichtet. Papier, Druckfarben und weitere Druckkomponenten sind für den biologischen Kreislauf optimiert und zu 100% recyclingfähig. Das Buch wurde in Österreich auf Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft gedruckt.
 
Mone meint:
 
Ich habe es nicht oft, dass mich ein Buch wirklich ratlos zurücklässt, was seine Bewertung anbelangt. Nach langem Überlegen habe ich mich dann entschlossen, diese Rezension einfach in zwei Abschnitte zu untergliedern. 
Diese lauten:
- Das Buch als Solches (meint: Aufbau, Inhalt, Ausstattung etc)
- Das Gefallen beziehungsweise Nichtgefallen 
 
Zum Buch:
Das Buch ist handwerklich sehr schön und sehr stabil gemacht. Da ich Sachbücher immer nur in kleineren Etappen, dafür aber regelmäßig lese, wird ein Sachbuch bei mir sehr häufig auf und wieder zugeschlagen und begleitet mich auch über einen längeren Zeitraum. Alles Dinge, die einem Buch sehr zusetzen können, dieses aber sehr gut weggesteckt hat. Hierfür schonmal einen Daumen hoch. 
Die Tatsache, dass das Buch nicht eingeschweißt wurde, unterstreicht in meinen Augen die Thematik nochmal mehr und finde es toll, dass der Verlag das durchgezogen hat. 
Die Ausstattung mit vielen Abbildungen (sowohl Fotos als auch Grafiken und Ähnliches) hat mir sehr gut gefallen und das Gelesene immer gelungen unterstrichen.
Jetzt kommen wir zu dem Punkt, der mir überhaupt nicht zugesagt hat: der Inhalt beziehungsweise die Art und Weise wie dieser rübergebracht werden sollte.
Das Gesagte ist wichtig und sollte sich von viel mehr Menschen auf diesem Planeten zu Herzen genommen werden, aber die Tatsache, dass gefühlt nur Interviews abgedruckt sind, hat in mir irgendwann das Gefühl aufkommen lassen, einer Dauerwerbesendung zu folgen, weil unterm Strich jeder Gesprächspartner für seine Organisation und / oder Erfindung eingestanden hat. Hierbei hätte ich mir manchmal schon den ein oder anderen Kritikpunkt gewünscht, weil das Gesagte und Geforderte auf mich oft sehr utopisch und unumsetzbar wiirkte. Ob dem so ist, kann ich natürlich nicht beurteilen, wohl aber, dass eine sehr einseitige Darstellung nur sehr selten auch eine konstruktive Darstellung ist.
 
Jetzt zum nächsten Teil der Rezension: Wir hat mir das Buch gefallen?
Diese Frage müsste ich eigentlich umformulieren: Was hat die Lektüre des Buches bei mir bewirkt?
Nachdem ich das Buch zum letzten Mal geschlossen habe, wurde mir klar, dass auch wir eine Familie sind, die eindeutig Potenzial hat ihren ökologischen Fußabdruck zu verändern. 
Denn auch, wenn wir schon relativ viel auf Bio setzen und auch einen Großteil an Obst und Gemüse selber anbauen, produzieren auch wir viel Plastikmüll und nutzen regelmäßig Produkte, die beispielsweise Mikroplastik enthalten. 
Damit startete dann unser Projekt "ökologischer Leben": mittlerweile backen wir unser Brot selbst, machen unseren Joghurt und zum Beispiel Waschmittel und Spülmittel selbst und achten auch mehr darauf unnötige Plastikverpackungen zu vermeiden (beispielsweise wiederverwendbare Gemüsenetze im Supermarkt). 
 
Fazit:
 
Auch, wenn mich das Buch als Solches wirklich nicht überzeugen konnte, hat es mich doch zum Nachdenken gebracht, was bei der Thematik vielleicht sogar wichtiger ist. 
 
Ich wünsche euch einen schönen Tag. 
 
Eure 
Mone
 
 
 

15.7.19 08:36, kommentieren

Mangamonat Januar 2019

Okay, Okay! Schande über mein Haupt! Es ist schon wieder Ewigkeiten her, dass ich euch meine Mangas gezeigt habe: obwohl auch im Januar die Menge wirklich überschaubar war: nämlich ein einziger!
 
Es folgt WERBUNG wegen Produktnennungen und Shopverlinkungen: Hierfür erhalten wir KEINE Bezahlung!
 
Black Butler 02
 
Yana Toboso - Black Butler II
 
Ich finde diese Reihe bis jetzt wirklich gut und sehr gelungen, was natürlich bei Band II keine allzugroße Aussagekraft hat. Ich freue mich aber auf jeden Fall auf den dritten Band, der schon darauf wartet gelesen zu werden.
 
Man sieht sich bald wieder!
 
Euer 
Marc
 
 
 
 

8.7.19 11:43, kommentieren

Mones Meinung: Die Wahrheit über das Lügen von Benedict Wells

Die Wahrheit über das Lügen
 
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Titel: Die Wahrheit über das Lügen
 
Autor: Benedict Wells
 
Verlag: Diogenes Verlag AG
 
Format: Hardcover
 
Preis: 22,00 €
 
ISBN: 9783257070309
 
Genre: Kurzgeschichtensammlung
 
Seitenzahl: 256
 
Erscheinung: August 2018
 
Bewertung: * * * * *
 
Erneut ein kleines Meisterwerk
 
Inhalt:
(Zusammenfassung laut buchhandlungfrank.de)
 
Es geht um alles oder nichts in diesen Geschichten. Sie handeln vom Unglück, frei zu sein, und von einer Frau, die vor eine existenzielle Entscheidung gestellt wird. Von einem Ort, an dem keiner freiwillig ist und der dennoch zur Heimat wird. Von einem erfolglosen Drehbuchautor der Gegenwart, der in das New Hollywood des Jahres 1973 katapultiert wird und nun vier Jahre Zeit hat, die berühmteste Filmidee des 20. Jahrhunderts zu stehlen. Und nicht zuletzt eine Erzählung aus dem Universum von >Vom Ende der Einsamkeit<, die Licht auf ein dunkles Familiengeheimnis wirft. Zehn höchst unterschiedliche Geschichten aus einer Welt, in der Lügen, Träume und Wahrheit ineinanderfließen. Mal berührend, mal komisch, überraschend und oft unvergesslich.
 
Mone meint:
 
Benedict Wells gehört für mich und viele Andere zu den literarischen Entdeckungen der letzten Jahre, weshalb ich verwundert bin, dass sein neuestes Buch so lange unter meinem Radar geflogen ist.
 
Zuerst war ich ein wenig enttäuscht, denn Kurzgeschichten sind normalerweise gar nicht mein Ding und wurde eines Besseren belehrt. 
Die Geschichten untereinander stehen in keinem Zusammenhang bis auf die Tatsache, dass sie sich alle mehr oder weniger mit dem Thema des Lügens auseinandersetzen und macht damit deutlich, dass das Lügen uns in unserem Alltag immer wieder umgeht. 
 
Wells' Stil ist auch hier wieder wirklcih fantastisch und weiß vollkommen in seinen Bann zu ziehen. 
 
Fazit:
 
Diese Rezension ist so kurz wie die Geschichten, aber dieses Buch ist vor Allem Eines: GRANDIOS!
 
Bis bald!
 
Eure
Mone
 

15.4.19 11:47, kommentieren