Mones Meinung: Das Nachtfräuleinspiel - Anja Jonuleit

marcsbuecherecke
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Titel: Das Nachtfräuleinspiel
 
Autorin: Anja Jonuleit
 
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
 
Format: Klappbroschur
 
Preis: 15,90 €
 
ISBN: 978-3-4232-6199-9
 
Genre: Roman / Familiengheimnis
 
Seitenzahl: 492
 
Erscheinung: Juni 2018
 
Bewerung: * * * * *
 
Ein beeindruckendes Werk aus der Feder einer der besten Autorinnen unserer Zeit
 
Inhalt:
Zusammenfassung laut buchhandlungfrank.de
 
Diesen »Schmutzigen Donnerstag« wird die 16-jährige Annamaria niemals vergessen: Ein harmloser Faschingsbrauch wird dem jungen Mädchen zum Verhängnis. Doch was Annamaria - die nach dem frühen Tod der Eltern bei einer nachlässigen und lieblosen Pflegemutter lebt - passiert ist, will keiner glauben. Ihr Schicksal scheint sich zu wenden, als sie im »Haus der glücklichen Familie« aufgenommen wird. Sie schöpft neue Hoffnung, denn vom Leben in dieser Bilderbuchfamilie hat sie immer geträumt. Dort herrscht Übermutter Liane, die alles perfekt im Griff zu haben scheint, strenge Regeln vorgibt und eine Karriere als Erziehungsberaterin macht. Doch ist Lianes Familienleben wirklich so makellos?
 
Plot:
 
Zwei Frauen, aufgewachsenen in verschiedenen Zeiten, stellen nach einiger Zeit fest, dass die Gemeinsamkeiten doch nicht so stark vorhanden sind und gerade in Beziehungsfragen gegensätzlicher nicht sein könnten.
 
Mone meint:
 
Ich kann nur eines sagen: Wow! Dieses Buch hat mich wirklich von den Socken gehauen. 
Ich bin eher zufällig auf die Autorin aufmerksam geworden und bin ihr sofort verfallen. Spätestens seit dem Apfelsammler vor drei Jahren bin ich Anja Jonuleit vollends verfallen und bin der Meinung sie könnte auch Telefonbücher auf den Markt bringen, die ich in der Folge unbedingt lesen wollen würde. 
Ihr Schreibstil ist gewohnt flüssig und auch in diesem Buch fand ich es beeindruckend, dass der Stil sich veränderte, je nachdem, welche Erzählperspektive gerade gewählt worden war. 
Die Tatsache, dass ein Buch auf verschiedenen Zeitebenen erzählt wird ist wahrlich nichts Neues mehr, aber Frau Jonuleit hat in diesem Buch diesem Stilmittel noch die Krone aufgesetzt: Die Geschichte wird von zwei Frauen getragen: Annamaria eine junge Frau, sehr früh schon Mutter geworden und mit der Situation vollkommen überfordert (Ihr Erzählstrang spielt in den 80er Jahren) und Liane, eine wahre Powerfrau, die mit einer Pädagogiksendung große Erfolge feiert (Ihr Erzählstrang spielt in der Gegenwart).
Letztere hat aber noch einen weiteren Strang gewidmet bekommen, nämlich ihre Geschichte in der Zeit der späten 60er Jahre bis in die späten 80er Jahre hinein. So gelingt es Anja Jonuleit eine Geschichte der Vergangenheit aus zwei komplett unterschiedlichen Blickwinkeln zu erzählen und dem Leser so nicht selten einen Überraschungsmoment nach dem nächsten zu präsentiert.
Die Thematik, die diesem Roman als Rahmenhandlung dient ist nicht gerade von leichter Natur und zeigt deutlich auf, dass Extremismus nicht nur politischer Natur sein muss. 
Das Ende des Buches ist in meinen Augen der einzige kleine Wermutstropfen, kam es doch erschreckend schnell und wirkte leider schon fast nach dem Motto: "Bloß' nicht die 500 Seiten überschreiten". 
 
Fazit:
 
Ein wirklich fantastisch guter Roman, der einen hinter die Kulissen einer vermeintlichen Bilderbuchfamilie blicken lässt. 
 
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!
 
Eure
Mone
 

16.11.18 11:53

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