"Noch lange danach" von Gudrun Pausewang - Rezension

Titel: Noch lange danach

Autor: Gudrun Pausewang

Verlag: Ravensburger Buchverlag

Preis: 9,99 €

Seitenzahl: 128

Format: Hardcover

Erscheinung: Februar 2012

Bewertung: ***

Meine Rezension: 

Vierzig Jahre nach dem GAU - Was wäre wenn?

Ich habe vor gefühlten hundert Jahren in der Schule "Die Wolke " gelesen und war ein riesiger Fan dieses Buches. Als ich dann in der Bibliothek meines Vertrauens stand und gesehen hatte, dass Frau Pausewang ein neues Buch über die Folgen einer Reaktorkatastrophe in Deutschland auf den Markt gebracht hatte, musste ich es lesen. Leider hatte ich gedacht, es handle sich bei diesem Buch um eine "Fortsetzung" zu Pausewangs Meisterwerk aus den 80er Jahren. Dies ist allerdings nicht der Fall. 

Inhalt: 

Vida besucht eine Gesamtschule in Deutschland. Sie lebt vierzig Jahre nach der größten Katastrophe die das Land jemals zu sehen bekam. Was niemand für möglich gehalten hatte, ist passiert: eine Kernschmelze in einem deutschen Atomkraftwerk.  Vida führt eine Gruppe ausländischer Schüler durch ihr "Reich" und erzählt, wie sie und ihre Familie / die Gesellschaft mit den Folgen des Unglücks (Krebs; Tod; Fehlgeburten; Armut...) umzugehen gelernt haben.

Zum Buch: 

Wie bereits oben erwähnt bin ich mit gänzlich anderen Erwartungen an dieses Buch herangetreten. Ich hatte gedacht, Vida sei eventuell die Enkelin von Janna-Berta oder auch einem ihrer Gleichgesinnten, allerdings fand die Katastrophe,  die hier als Grundlage dient erst im Jahre 2020 statt. Folglich handelt es sich um zwei komplett unabhängige Geschichten! Pausewangs Schreibstil fand ich hier ehrlich gesagt nicht sehr überzeugend. Das gesamte Buch stellt ein Interview dar, wobei zu erwähnen ist, dass man keine Ahnung hat, auf welche Fragen sie antwortet. Immerhin werden diese nicht abgedruckt. Auch die "Eigendarstellung" weiß in meinen Augen nicht recht zu überzeugen. Auf mich wirkte sie schnell sehr ichbezogen und aufdringlich. Inwieweit das jetzt realistisch ist, kann ich -"Gott sein Dank"- nicht beurteilen.

Fazit: 

Im Großen und Ganzen finde ich dieses Buch gutes Mittelmass. Schade fand ich, dass der Charme, der Pauswewangs Werken eigentlich innewohnt hier nicht so recht bei mir ankommen wollte.

Viel Spaß beim Lesen!

Bis bald!

 

22.11.13 17:24

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