Valerie kocht von Maria Goodin

 
Genre: Frauenroman
 
ISBN: 978-3463406350
 
Erscheinung: September 2013
 
Verlag: Kindler
 
Einband: Hardcover
 
Preis: 19,95 €
 
Seitenzahl: 352 S. 
 
Bewertung: * * * * *
 
Leckeres Essen von der sympathischsten Köchin der Welt
 
Ich bin durch einen riesen Zufall über dieses Buch gestolpert: Weder habe ich es großartig in der Blogger - noch in der BookTube - Szene großartig wahrgenommen. Doch Gott sei Dank, bekommt dieses Buch nun doch so nach und nach die Aufmerksamkeit, die ihm zusteht.
 
Inhalt:
Nell ist einundzwanzig Jahre alt und hat ein großes Problem: ihre Mutter, Valerie, ist ernsthaft krank und Nell sieht keine andere Möglichkeit, als auf unbestimmte Zeit wieder zu ihrer Mutter zu ziehen. Die beiden müssten aber für ein friedliches Zusammenleben eine große Kluft überspannen: Valerie hat eine groß ausgeprägte Fantasie. Zum Beispiel erzählt sie liebend gern die Geschichte, von den Bockwürsten die bockig aus dem Topf gesprungen sind und Valerie durch den ganzen Garten gerannt sind. Oder die Geschichte von Nells Kindheit, dass sie bei ihrer Geburt vom Postboten in einer Pfanne aufgefangen wurde, oder die Nachbarn kamen, um Nells Zehen in ihren Tee zu tunken, da sie so süß sei. An sich ja eigentlich eine schöne Angewohnheit, doch Nell reagiert regelrecht allergisch auf die Geschichten ihrer Mutter, da Nell in der Schule von ihren Mitschülern gemobbt wurde, weil sie die Geschichten bis in die Teenagerzeit hinein geglaubt hatte. Für die Situation zwischen Nell und Valerie nicht besonderlich förderlich, sind die zwei männlichen Charaktere, die in der Geschichte mitmischen. Auf der einen Seite ist da Mark, Nells Freund, der Fantasie als Zeichen reiner Dummheit betrachtet und Nell ziemlich deutlich zu verstehen gibt, dass Valerie seine Aufmerksamkeit nicht wert sei und Valeries neuer Gärtner, der die Geschichten nicht nur genießt, sondern auch eigene erfindet. Und dann geschieht das unerwartete: Nell kommt ihrem verloren geglaubten Vater einen Schritt näher ....
 
Meine Meinung:
Ich liebe, liebe, liebe dieses Buch! Die Grundgeschichte ist nichts soo Spezielles: Tochter kümmert sich um kranke Mutter und die Suche nach dem verschollenen Vater kommt natürlich in der schweren Zeit endlich voran, wobei man nur noch auf die Situation wartet, in der sich die Tochter entscheiden muss, wem sie nachgehen möchte. ABER: Dieses Buch verpackt diese Geschichte mit einer wunderschönen Homage an die Fantasie. Valerie betreibt ihr Hobby Kochen so extrem, dass sie täglich für gefühlt 100 Menschen kocht. Dann ist der Autorin ein besonderer Kniff gelungen wie ich finde, in dem sie Valerie realisieren lässt, dass sie wohl nicht mehr lange zu leben hat und Nell "zwingt" ihre zahlreichen Rezepte zu lernen. 
Der Stil in diesem Buch war einfach nur schön. Beim Schmökern in diesem Werk, hatte ich teilweise das Gefühl einen Film zu schauen. Der Stil und der Inhalt haben regelmäßig Bilder aus "Die fabelhafte Welt der Amelie" in meinem Kopf heraufbeschwören. Und auch diesen Film kann ich jedem wärmstens ans Herz legen. 
Die Charaktere in diesem Buch fand ich sehr schön herausgearbeitet und die Entwicklung und Handlungsweisen nachvollziehbar. Ein Punkt, der mir sehr wichtig ist. Nells Freund fand ich extremst unsympathisch, hat aber als Gegenpol zu Valerie und ihrem Gärtner einfach nur super gepasst. 
Die Geschichte um Nells Suche ist, wie gesagt, nichts Neues, konnte mich aber hier dennoch sehr überzeugen. Die Aufklärung, warum Valerie so ist, wie sie ist, fand ich ebenfalls schon gelungen und realistisch gewählt. 
 
Fazit:
Dieses Buch ist einfach für jeden Etwas, der sich gerne in eine Welt der Fantasie (nicht der Fantasy) eintauchen möchte. Dieses Buch ist für schöne Stunden im Park, auf dem Balkon ... einfach nur klasse geeignet. 
 
Viel Spaß beim Lesen!
 
Bis bald!

1.7.14 11:17

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